Jaguar I-Pace EV400 im Reisetest 2022

Wohl kaum ein anderes Modell steht aktuell für den konsequenten Wechsel zur Elektromobilität bei Jaguar wie der I-PACE. Bis zum Jahr 2025 soll bei Jaguar konsequent auf Elektromobilität bei allen Fahrzeugen umgestellt werden. Seitdem der einstige Renault-Chef Thierry Bolloré die Leitung bei Jaguar übernommen hat, wird auch eine Positionierung im Premium-Segment konsequent verfolgt. In unserem Test widmen wir uns dem aktuellen Jaguar I-Pace und testen ihn auf unserem Trip nach Skandinavien als Reiselimousine.

Das Coupe verschafft sich seinen Platz mit einer stattlichen Länge von fast 4,70 m und ist mit einer entsprechenden Fahrzeugbreite von über zwei Metern prädestiniert für die großen Touren. Auch beim Fahrzeuggewicht von 2,2 Tonnen spielt der Jaguar mit dem großen 90 kWh-Akkupaket in der oberen Liga mit. Für den Vortrieb sorgen zwei Permanentmagnet-Elektromotoren mit einer stattlichen Leistung von insgesamt 400 PS und einem maximalen Drehmoment von 696 Newtonmeter. Damit wirkt er dann auch sportlicher im Antritt, als es zunächst vermuten lässt.

Nicht nur in der Außendarstellung, sondern auch im Innenraum achtet der Hersteller auf Premiumdetails. Sobald man sich dem Fahrzeug nähert, werden die massiven Türgriffe ausgefahren und laden zum Einstieg in eine mit technischen Details gespickten Innenraum. Das digitale Cockpit teilt sich auf in das konfigurierbare Display hinter dem Lenkrad und das typische zentrale Infotainment-Display mit einer hohen Auflösung. Neben den klassischen Navigations-, Radio und Einstellungsfunktionen lassen sich Smartphone-Inhalte via Apple CarPlay oder Android Auto problemlos via Bluetooth übertragen.

Für die Reisetouren wichtig sind die Stauräume, hier bietet der I-Pace mit 656 Litern Kofferraumvolumen schon Platz für 4 bis 5 Reisekoffer. Der glatte Ladeboden kann gut be- und entladen werden. Erweiterbar ist dieser Stauraum auf 1453 Liter mit dem Umklappen der Rücksitzbank. Je nach den eigenen Ansprüchen lassen sich damit ausreichend Gepäckstücke transportieren. Auch im Frunk unter der Motorhaube ist noch ein Staufach, das direkt für das sperrige CCS-Ladekabel genutzt werden kann. Wir haben bei unserem Reisetest nach Schweden genügend Platz im Kofferraum für 5 Taschen, Koffer und Getränkekisten.

Einmal auf den Startbutton gedrückt, kann man sich alle Voreinstellungen über das Menü auf den Fahrer abgestimmt einstellen. Eine ganze Armada an Assistenzsystemen kann von der Anfahrhilfe über die Geschwindigkeitsregelung bis hin zum Spurhalteassistenten nach eigenem Gusto eingestellt werden. Mit insgesamt vier wählbaren Fahrmodi kann man Fahrdynamik und Rekuperationsgrad beeinflussen. Vom defensiven ECO-Modus bis zum Dynamik-Modus sind die Szenarien einstellbar. Für kritische Wettersituationen gibt es ein eigenes Programm, wählbar über den Modus Schnee/Regen für den optimalen Grip auf der Fahrbahn. Wir haben alle Modi ausführlich getestet und deutliche Unterschiede beim Energieverbrauch erfahren.

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