Im Volvo V60 Cross Country treffen Kombi und SUV aufeinander

Der schwedische Autohersteller Volvo war früher vor allem für seine Kombi-Modelle bekannt. Heute steht Volvo eher für SUV – beim Volvo V60 Cross Country kombiniert man einfach beides.

Kann man sagen: Nicht jeder findet es eine gute Idee, dass SUV die Straßen fluten. Was tun, wenn man optisch trotzdem auf die kernige Optik steht? Dann helfen Kombimodelle, die mit allerlei Anbauteile auf Offroader machen, aber eben kein SUV sind. Wie der Volvo V60 Cross Country, der sich mit 197-PS-Diesel vorstellte.

Kann man sehen: Volvos Mittelklassekombi ist immer noch eines der schönsten Modelle, das zu haben ist. Die schlichte Eleganz wird auch von der Kunststoffbeplankung nicht verschandelt: Der V60 ist ein edler Schönling, der zum maßgeschneiderten Anzug auch sportliche Wanderschuhe tragen kann.

Kann man machen: Nein, der krosse Kombi ist keiner, der Flüsse durchwatet oder schroffe Berge hinaufklettert. Abseits schlammiger Waldwege oder Schlaglochpiste sollte er sich zurückhalten, dafür macht er auf befestigten Wegen einen souveränen Eindruck. Volvo-typisch freiwillig limitiert auf 180 km/h gleitet der Allrader auf der Langstrecke am besten dann dahin, wenn sich der Fahrer auf Tiefenentspannung einlässt: Tempomat auf 120 km/h, dann lassen sich die auf 100 Kilometer verbrauchten Dieselliter an einer Hand abzählen – auch dank des 14 PS starken Elektromotors, der neben Shift- und Brake-by-Wire-Technik (es gibt keine mechanischen Verbindungen mehr zwischen Bremspedal und Rad bzw. zwischen Schalthebel und Getriebe, was Gewicht und damit Verbrauch reduziert) für einen gezügelten Durst sorgt. Freilich nur, wenn der rechte Fuß des hinter dem Lenkrad Sitzenden mitspielt, ansonsten kann sich der Zwei-Liter-Vierzylinder auch einen großen Schluck aus der Pulle nehmen.

Kann man kaum glauben: Mit der Umstellung auf Google-Technik ist Volvo vor einigen Jahren einen ungewöhnlichen Schritt für einen Automobilhersteller gegangen; bislang achtete die Auto-Welt darauf, dass Kunden im Fahrzeug nur mit eigenen Produkten in Berührung kommen. Die Öffnung in Richtung Google/Android ist für die Bedienung allerdings genau richtig: Vieles funktioniert intuitiv, die Bedienung etwa von Google Maps als Navigationssystem ist für Viele am Smartphone längst erlernt und alltäglich, bietet zudem Verkehrsinformationen in Echtzeit. Zahlreiche weitere Google-Funktionen sorgen für Unterhaltung und Informationen – ob es unbedingt Youtube-Videos braucht, die man im Stand gucken kann, sei dahingestellt…

Kann man sein lassen: Dass der V60 CC kein ungestümer Offroader ist, der abseits aller Straßen unaufhaltsam ist, wurde bereits thematisiert. Allerdings ist der Kombi auch kein klassischer Lastenesel, der jeden Umzug im Alleingang wuppt: 495 Liter passen im Normalfall in den Kofferraum, durch das Umlegen der Rücksitze wächst das Volumen auf 1407 Liter. Das können so gut wie alle Konkurrenten besser (Mercedes C-Klasse) oder deutlich besser (VW Passat).

Kann man zahlen: 58.350 Euro kostet der günstigste V60 Cross Country (mit 250-PS-Benziner); beim einzigen Diesel im Angebot beginnt die Preisliste aufgrund einer umfangreicheren Serienausstattung bei 61.650 Euro. Wer die höchste Ausstattung „Ultimate“ – im Testwagen vorhanden – wählt, ist mit 68500 Euro dabei, aber noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen: Akustikverglasung, Metalliclack, Bowers&Wilkins-Soundsystem und mehr trieben den Endpreis auf 77.950 Euro hoch.

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