Fahrbericht Jaguar F-Pace 400e: Katze unter Strom

Das Facelift des F-Pace hat Jaguar dazu genutzt, (fast) alle Motoren zumindest mild zu hybridisieren und Interieurdetails ein bisschen zu präzisieren. Also steigen wir ein in den F-Pace P400e, der mit 297 kW (404 PS) Systemleistung und maximal 640 Nm Drehmoment. Wir wählen analog zu den britischen Kennzeichen die „britische“ Ausstattung: Dunkler Lack, helles Leder, Holz – allerdings offenporig und nicht poliert – wobei das hier optisch Richtung Kunststoff tendiert. Trotzdem: Feines Ambiente samt präzisionsgeätzen Lautsprechergittern – das Kaminfeuerfeeling ist sofort wieder da. Trotz großem 11,4-Zoll HD-Zentralscreen, der sich jetzt einfacher mit viel weniger Untermenüs bedienen lässt als das Vorgängersystem: Mit dem neuen Pivi-Pro-system machten die Briten wieder einen großen Schritt – halten aber bei Menüführung und auch Spracheingabe noch Abstand zu den Systemen von BMW oder Daimler.

Drei Fahrmodi – „Save“ nutzt aber nur Rekuperation, nicht den Motor zum Laden des Akkus

Also Startknopf gedrückt, den jetzt kricketballförmigen Wählknauf auf „D“ gestellt und los. Es gibt drei Modi: Hybrid, EV und „Save“ – in Letzterem wird der Akkustand gehalten oder nachgeladen – allerdings nur, wenn der Jag rekuperiert, denn Strom über den Benziner zu erzeugen ist energetisch unsinnig. Und obwohl die E-Maschine gar keine so schmächtigen 105 kW anbietet, befindet sich der Benziner immer sehr schnell „auf dem Sprung“, weshalb wir sehr bald in den „EV“-Mode wechseln und das Fahrpedal der Katze nur noch streicheln…Mit den 17,1 kWh, von denen 13,7 kWh netto nutzbar sind, kommt die Katze offiziell bis zu 59 km weit, in der Realität fahren wir bei eher schlampiger Fahrweise mit viel Stopp-and-go gute 40 Kilometer heraus.

Mitgedacht: Der F-Pace ist schnelladefähig mit bis zu 32 kW

Sehr angenehm: Der F-Pace kann DC mit bis zu 32 kW schnell geladen werden und bietet dann binnen 30 Minuten wieder 80 Prozent Akkukapazität. An einer 7 kW-Wallbox dauert es eine Stunde 40 Minuten, an der heimischen 2,3-kW-Steckdose fünfeinhalb Stunden. Leider knapst auch hier der Akku etwas Laderaum weg und sorgt dort für eine Stufe, doch mit dem verbliebenen Volumen kann man trotzdem gut leben.

weiterlesen

Diese Woche meistgelesen:

Where did you come from, Cotton-Eye Joe?

Tag 2 ist nun auch durch. Ich sitz im...

Heuschnupfen am Steuer: Jeder dritte Autofahrer schließt laut Volvo-Studie die Augen

Die Heuschnupfensaison ist für Allergiker jedes Jahr eine Herausforderung...

JAGUAR F-PACE

Ein SUV und dennoch ein Jaguar, wie er sein...

PILOTPROJEKT “ELECTRICITY” STARTET MIT 25 JAGUAR I-PACE DES MODELLJAHRGANGS 2021

Jaguar Land Rover unterstützt die norwegische Hauptstadt Oslo mit...

Vom Computerspiel zum „ultimativen Fahrsimulator“

Für weitere Fortschritte in der automobilen Sicherheit setzt Volvo...

HONDA ERWÄGT NEUEN SPORTWAGEN

Honda feiert 2023 sein 75-jähriges Bestehen. Die Japaner könnten...

Zuletzt gepostet

Volvo XC60 Elch-Crash-Test – Warum schwedische Sicherheitstechnologie Leben rettet

Ein spektakulärer Sicherheitstest unter extremen Bedingungen beweist erneut, warum...

Volvo Gebrauchtwagen mit Rekord-Laufleistung: Warum die Schweden-Modelle unschlagbar langlebig sind

Eine aktuelle Auswertung von Gebrauchtwagen-Inseraten auf der bekannten Plattform...

Volvo ES90 Single Motor Extended Range im Test: Made by Sweden

Mit dem Volvo ES90 schickt der schwedische Hersteller ein...

Volvo EX30: Kompaktes E-SUV als Software-orientierter Einstieg

Mit dem Volvo EX30 bietet der schwedische Premium-Hersteller sein...

Heuschnupfen am Steuer: Jeder dritte Autofahrer schließt laut Volvo-Studie die Augen

Die Heuschnupfensaison ist für Allergiker jedes Jahr eine Herausforderung...

Schnellaufladung vollelektrischer Volvo wird noch einfacher

Volvo Cars macht das Aufladen seiner Elektroautos jetzt noch...

Doppelsieg für Volvo bei der Auto Trophy Elektro 2026

Volvo hat erneut den ersten Platz bei der „Auto...
spot_img