Elektrische Eleganz: Der 6er als Vollstromer

Mazda interpretiert die Mittelklasse jetzt vollelektrisch. Der neue 6e kommt als Limousine mit Fließheck, die Reichweite wird mit maximal 552 Kilometer angegeben.

Die Japaner bleiben bei der Technologieoffenheit. Was Elektroantriebe nicht ausschließt, sondern – erst recht – inkludiert. Nicht zuletzt deshalb tritt die neue 6er-Generation als Vollstromer an, als zweites BEV-Modell der eigenwilligen und weitgehend eigenständigen japanischen Marke.

Was, wiederum, technische Kooperationen nicht ausschließt, sondern inkludiert. So sind Plattform und Produktion Resultat eines Joint-Ventures mit Changan Mazda Automobile, Nanjing, China. Dass das in der (Fließheck-)Limousine in der typischen Mazda-Manier realisiert wurde, ist selbstverständlich – vor allem im Hinblick auf Design, Einrichtung und Ausstattung. Optisch ist er unverkennbar ein Mazda. Atout am Exterieur ist ein elektrisch ausfahrbarer Heckspoiler, im Sinn optimierter Stabilität bei höherem Tempo (darf 175 km/h sein). Das minimalistisch gestylte Interieur wirkt ebenso geräumig wie wohnlich und übersichtlich, ergonomisch top, wie von der Marke gewohnt, und penibel verarbeitet. Es ist nunmehr mit einem 10,2-Zoll-Kombiinstrument sowie mit einem 14,6-Zoll-Touchscreen be-stückt.

Ab 2027 soll eine hauseigene Elektroplattform für eine Reihe unterschiedlicher Modelle parat stehen, samt Fertigung in Japan und mit Batterien aus einer heimischen Fabrik. Doch bis es so weit ist, stellt der 6e das Thema Elektromobilität für Mazda auf eine neue Ebene. Die Dimensionen: 4.921 mal 1.890 mal 1.485 Millimeter in Länge mal Breite mal Höhe, bei einem Radstand von 2.895 Millimetern. Der Kofferraum hat 330 Liter Basisvolumen, 700 Liter fasst er bei umgeklappten Fondlehnen bis auf Höhe der Ladeabteilabdeckung, in den Frunk passt Kleinzeug (Ladekabel) bis zu einem Volumen von 70 Litern.

Angetrieben wird der neue 6er per Heck, von einem Elektroaggregat mit wahlweise 258 (und 320 Newtonmeter) oder 245 PS (und ebenfalls 320 Newtonmeter), auf Basis eines 68,5- und eines 80-kWh-Akkus. Ersterer soll es, als Standard Range, bei einem Startgewicht von ab 1.952 Kilogramm auf bis zu 479 Kilometer bringen; Zweiterer, nicht viel schwerer (ab 1.953 Kilogramm), bezeichnet die Mazda-Crew, als Long Range, bis zu 552 Kilometer. Die maximale Ladeleistung kann mit Gleichstrom (DC) bis zu 200 kW ausmachen. Fast überflüssig zu erwähnen ist, dass der E-Mittelklassler alles an elektronischen Sicherheitswächtern mitbringt, was erforderlich ist, und weit darüber hinaus.

Angesichts der bisherigen 6er-Modellpolitik erhebt sich die Frage nach einer Kombiversion. Die ist (leider) nicht vorgesehen …

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