Range Rover arbeitet derzeit an seinem ersten vollelektrischen Luxus-SUV, dem Range Rover Electric. Ziel ist es, das vertraute Fahrerlebnis der Marke beizubehalten und zugleich neue Maßstäbe bei der Elektromobilität zu setzen. In einer zweiten intensiven Testphase am Polarkreis wurde der Prototyp auf Herz und Nieren geprüft, wie die Marke in einer aktuellen Mitteilung berichtet. Während der Wintermonate in Nordeuropa legte der Range Rover Electric über 72.000 Kilometer auf vereisten Seen, befestigten Straßen und im Gelände zurück. Die eisigen Bedingungen boten die ideale Umgebung, um Fahrverhalten und Technik weiterzuentwickeln, nachdem man im vergangenen Dezember noch in der Wüste unterwegs war.
Besonders wichtig war dabei das Testen des fortschrittlichen Wärmemanagementsystems, das eine zentrale Rolle für Reichweite und Komfort spielt. Ein Schwerpunkt lag auf der Erprobung der ThermAssist-Technologie, die den Heizenergieverbrauch erheblich verringern soll. Bei Temperaturen von bis zu minus zehn Grad Celsius nutzt das System gewonnene Wärme zur Unterstützung von Antrieb und Innenraum. Dadurch soll die Reichweite auch bei extremen Bedingungen stabil und der Innenraum angenehm temperiert bleiben.
Parallel dazu habe sich auch die neue Hochvolt-Batterie bewährt, die JLR erstmals selbst entwickelt und gebaut hat. Sie arbeitet mit 800 Volt und einer Kapazität von 117 Kilowattstunden. Der Akku besteht aus 344 prismatischen Zellen, die in einer zweistöckigen Struktur angeordnet sind. Die intelligente Konstruktion trage dazu bei, Leistung, Reichweite und Ladezeiten auf hohem Niveau zu halten. Die Entwicklung eines elektrischen Range Rovers verlangt, bekannte Stärken wie Geländetauglichkeit und Komfort neu zu interpretieren. Technologien wie die zuschaltbare Zweikammer-Luftfederung und das Fahren mit nur einem Pedal wurden gezielt auf die Anforderungen eines Elektroautos abgestimmt.




