Fahrbericht Volvo XC 40 P8 AWD

Mit den Plug-in-Hybriden waren die Schweden schnell: Seit Jahren trieben sie das Thema voran und bieten mittlerweile alle Baureihen auch mit Stecker an. Doch bei den reinen Stromern musste man Polestar mit dem „2“ den Vortritt lassen, bevor man jetzt den eng verwandten XC 40 P8 AWD launchte, dem sehr bald weitere rein elektrische Volvos folgen werden. „P“ steht in dem Fall für „Pur“, als rein respektive „rein elektrisch“, die Acht deutet viel Leistung an, die durch das Kürzel „AWD“ erbracht wird. Denn beim XC 40 wuchten zwei E-Maschinen je 204 Pferdestärken an Vorder- und Hinterhufe, die zwischen 4.350 und 13.900 /min alle – zu vierhundertacht – versammelt sind.

Dazu stehen zwischen 0 und besagten 4.350 /min üppige 660 Nm Kraft parat. Verdammt viel für ein gut 4,4 Meter kurzes Kompakt-SUV, das entsprechend gut ausgestattet brutto ab 62.000 Euro startet, das sind gut 52.100 Euro. Allerdungs können wir hier gleich Entwarnung geben: Es handelt sich um das fast ausverkaufte 2021er-Modell, das auch Volvo (zu) vorsichtig geplant hat, weshalb man jetzt schon den Jahrgang 2022 nachschiebt, der etwas dezenter ausgestattet bei rund 57.000 Euro starten wird, das sind dann rund 47.900 Euro brutto. Immer noch zu teuer? Dann plant Volvo mittelfristig noch eine Einstiegsversion, bei der die E-Maschine hinten entfällt, woraus 204 PS Leistung und immer noch üppige 330 Nm Drehmoment zu erwarten sind und die dann vielleicht als Basis-Basisversion gar auf 39.900 Euro brutto sinken könnte, was rund 33.530 Euro netto wären. Das ist aber nur unsere Spekulation.

Bei Bedarf geht es binnen 4,9 Sekunden auf 100 km/h

Kehren wir zurück zu den starken Fakten: Dass der P8 AWD bei Bedarf binnen 4,9 Sekunden auf 100 km/h schießen kann, glauben wir ihm sofort – dank Allrad steht auch immer genug Grip parat, um den schlagartigen Druck des Fahrpedalfußes sofort in fast katapultartige Beschleunigung umzusetzen. Auch auf der Autobahn jenseits der 120 km/h geht es noch munter weiter, bis bei 180 km/h abgeregelt wird. Das Gewicht liegt mit 2.188 Kilogramm leider rund 400 Kilo über dem Plug-in und gut 500 Kilo über den reinen Verbrennern, da der brutto 78 kWh bietende Akku 300 Kilo wiegt und mit einem crashsicheren Rahmen versehen werden muss. Dieser bringt mit den geänderten Versteifungen im ziemlich leeren Vorderwagen nochmal rund 200 Kilogramm extra auf die Waage.

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