Mit dem neuen Range Rover ist dem britischen Autobauer ein richtig gutes Automobil gelungen. Er startet mit V8 von BMW, doch auch effizientere Antriebe sind lieferbar.
Wenn es um die Tradition geht, verstehen die Briten wenig Spaß. Und bei Ikonen wie dem Range Rover schon gleich zweimal nicht. Eine optische Radikalkur des Luxus-SUV würde in den Gentlemen’s Clubs zwischen London und Newcastle ebenso für heftige Missbilligung sorgen wie bei den Kunden in aller Welt. Also ziert auch die fünfte Generation des Range Rovers das vertraute Gesicht, die Silhouette samt der leicht abfallenden Dachlinie bleibt unverkennbar.
Nur am Heck wagt die Truppe um Gerry McGovern, Chefdesigner von Jaguar Land Rover, eine Erneuerung: Eine Spange, die quer über die ganze Breite des Autos reicht, formt mit zwei senkrecht nach unten verlaufenden Leisten einen Sichelbogen. Die beiden vertikalen Elemente dienen nicht nur der Dekoration, sondern sind zugleich auch die LED-Heckleuchten und verhelfen dem Range Rover vor allem bei Dunkelheit zu einem standesgemäßen Auftritt.
Range Rover P530 im Test: Der neue Offroader ist noch komfortabler geworden
So vertraut die Optik, so neu ist die Technik. Der neue Luxus-Offroader aus dem indischen Tata-Konzern basiert auf einer Plattform, die nicht nur eine normale Version mit 5,05 Metern Länge sowie eine lange 5,25 Meter Variante ermöglicht, in die drei Sitzreihen passen, sondern auch hilft, die Karosserie um 50 Prozent steifer zu gestalten als beim Vorgänger. Zusammen mit dem Zweikammer-Luftfahrwerk ergibt das eine deutliche Komfortsteigerung: Wir waren im Topmodell P530 unterwegs, das immerhin 2.585 Kilogramm auf die Waage bringt – und das Fahrwerk löste jede Aufgabe mit Bravour. Selbst schlechte Straßen werden im Komfort-Modus souverän glattgebügelt.
