Kia greift an: Neue Limousine soll dem 3er-BMW Konkurrenz machen

Der südkoreanische Autohersteller Kia hat ehrgeizige Pläne: Mit seinen Elektroautos möchte das Unternehmen weltweit weitere Marktanteile gewinnen. Insidern zufolge könnte dies in Europa ab 2025 mit einer Fließheck-Version des neuen EV4 gelingen.

Kia hat im letzten Jahr weltweit über drei Millionen Fahrzeuge verkauft, davon rund 600.000 in Europa – ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch die Ziele der Südkoreaner sind noch ambitionierter. Besonders die Elektrofahrzeuge, die 2023 etwa ein Drittel der Exporte nach Europa ausmachten, sollen das Wachstum weiter vorantreiben.

Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist der EV4, dessen Produktion 2025 in Südkorea beginnt. Laut electrive.net deuten Erlkönigbilder darauf hin, dass es eine Fließheck-Version des EV4 geben wird, die speziell für den europäischen Markt konzipiert ist. Die Produktion für die europäische Kundschaft könnte auch in Europa stattfinden, da Kia über ein Werk in der Slowakei mit den nötigen Kapazitäten verfügt.

Kia entwickelt speziell angepasste Europa-Variante des EV4

Über den EV4 sind bislang nur wenige technische Details bekannt. Fest steht jedoch, dass das Fahrzeug in Südkorea die E.GMP-Plattform mit dem neuen E-SUV EV3 teilen und somit über 400-Volt-Technologie verfügen wird. Der EV3 ist mit einem 150-kW-Motor (283 Nm Drehmoment) ausgestattet und wird nach seinem Marktstart wahlweise mit einem 58,3-kWh- oder 81,4-kWh-Akku erhältlich sein, was eine Reichweite von etwa 430 bzw. 600 Kilometern nach WLTP ermöglicht.

Vorausgesetzt, dass der EV4 als Limousine mit der gleichen Motorisierung und Batterie ausgestattet wird, könnte er sogar eine noch größere Reichweite erzielen. Während der EV4 in Südkorea als Stufenheck-Limousine auf den Markt kommen soll, da das Fließheck dort weniger gefragt ist, wäre in Europa auch eine Fließheck-Variante möglich. Es könnte sogar eine Option sein, beide Versionen parallel anzubieten.

Europäischer Marktstart weiterhin ungewiss

Die Berichte über den EV4 aus Spanien zeigen, dass das Fahrzeug möglicherweise als Minivan oder Crossover konzipiert ist und damit eine neue Kategorie in der Serie darstellen könnte. Besonders hervorzuheben ist das großzügige Kofferraumvolumen, das als Verkaufsargument dienen könnte. In München verfolgt man die Entwicklungen mit Spannung, da der EV4 als direkter Konkurrent zum BMW i3 der Neuen Klasse gilt, der für 2026 angekündigt ist. Die Produktion des EV4 im südkoreanischen Werk Gwangmyeong wird im März 2025 beginnen, während der Starttermin für den europäischen Markt noch offen ist

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