Filitheyo Island Resort: Die „Hausmeister-Variante“ der Malediven

Wir alle kennen sie, die Hochglanz-Bilder aus dem Katalog: 5-Sterne-Luxusresorts auf den Malediven mit eigenem Butler, Kindermädchen und allen Annehmlichkeiten, die das Leben so bietet.

Filitheyo ist anders. Das soll aber nicht heißen, dass es schlecht ist – es ist eher die sympathische Hausmeister-Variante der Malediven.

Wer hier erwartet, dass einem die goldenen Schnürsenkel gebunden werden, bevor man den Fuß in den Sand setzt, ist definitiv falsch. Filitheyo ist eine Insel für Taucher und Menschen, die einfach mal ihre Ruhe haben wollen. Der Tagesablauf ist denkbar simpel: Am Strand liegen, gefühlt viermal am Tag essen und zwischendurch etwas schnorcheln. Animation, Wassergymnastik und hochmotivierte Nachwuchs-DJs, die bis 3 Uhr früh ihre Lebensweisheiten ins Mikrofon rotzen, sucht man vergebens. Und das ist verdammt gut so.

Die Anreise: Wenn die Pannenserie schon vor dem Flugzeug startet

Die Anreise selbst gestaltete sich gefühlt langwieriger und anstrengender als ein Flug ans andere Ende der Welt. Und das Drama begann nicht erst in der Luft, sondern pünktlich daheim vor der eigenen Haustür in Schwechat…

Ich wollte lediglich meine Ex-Freundin vom Bahnhof abholen, da wir ja gemeinsam flogen. Und siehe da: Zack, ausgesperrt! Nichts geht mehr. Wenige Stunden vor dem Abflug durfte ich also erst mal noch den Schlüsseldienst auf einen spontanen Kaffee und viel Geld begrüßen. Ein absoluter Traum-Start in den Urlaub!

Na gut, alles halb so wild.

  • Etappe 1: 4 Stunden Flug in die Emirate.

  • Etappe 2: 3 Stunden Aufenthalt in Abu Dhabi. Der neue Flughafen dort ist zwar extrem imposant und schickimicki, barg aber die nächste Enttäuschung: Der im Internet vollmundig angepriesene Krispy Kreme Donut-Laden entpuppte sich vor Ort als nichts anderes als ein trauriges Rollwagerl mit abgepackter Ware. Der nächste Dämpfer für die Seele.

  • Etappe 3: Weiterflug nach Male. Verlief völlig ohne Zwischenfälle – abgesehen von der eiseren Regel, dass man im Flugzeug wirklich niemandem die Zunge zeigt. 😜

In Male angekommen, hieß es im Morgengrauen: Warten auf das Wasserflugzeug.

Wichtige Erkenntnis: Wasserflugzeuge sind winzig. Gepäck und leichtes Übergewicht bilden hier eine physikalische Kombination, die extrem suboptimal ist.

Die Aussicht entschädigte aber für jede Schweißperle: Wenn man 45 Minuten lang über Atolle, Inseln und dieses unfassbar türkisblaue Wasser fliegt, möchte man eigentlich gar nicht mehr landen. Vom Landeplatz ging es noch mal 15 Minuten per Schnellboot weiter – und nach insgesamt 15 Stunden Anreise war es geschafft!

Am Steg wurden wir superfreundlich empfangen, platziert und bekamen direkt einen Begrüßungscocktail serviert. (Alkoholfrei… womit ich nach der Anreise ehrlich gesagt nicht gerechnet hatte, aber Schwamm drüber).

Inselleben: Essen, Schlafen, Gefahrenzone Unterwasserwelt

Das Einchecken ging zügig und die Suche nach unserem Bungalow war überschaubar – die Insel ist schließlich überschaubar groß. Der Bungalow selbst war wunderschön, und die obligatorische Dusche unter freiem Himmel ist eine richtig geniale Geschichte (solange nicht gerade Sturmböen durchziehen).

Ansonsten gab es auf Filitheyo tatsächlich nicht viel mehr zu tun als:

  1. Viermal am Tag feinstes Essen auszufassen.

  2. Gelegentlich im Pool herumzugrundeln.

  3. Im Stundentakt Cocktails an der Bar zu ordern.

  4. Lesen, schlafen, schwimmen, wiederholen.

Die Unterwasserwelt ist selbst im seichten Wasser so farbenfroh und bunt, dass man eigentlich gar nicht tief tauchen muss – außer man will unbedingt Schildkröten, Haie und Großfisch sehen.

Mir hat schon mein neuer Freund, der Drückerfisch, völlig gereicht, der direkt neben mir eiskalt eine Koralle zerlegt hat. Ich Vollidiot habe doch tatsächlich versucht, das Kerlchen zu streicheln! Erst Wochen später zu Hause habe ich erfahren, dass dieser Fisch einem ohne mit der Wimper zu zucken den Finger abbeißen kann. Hätte mir bei dem Geräusch, wie er die Koralle zermalmt hat, eigentlich von selbst einleuchten müssen…

Dschungelcamp-Vibes, Günther der Gekko und der Monsun

Meine Ex hatte während des Aufenthalts Geburtstag: Das Bett wurde liebevoll dekoriert, es gab Torte und ein Ständchen der Kellner. Die Leute dort waren durchweg extrem herzlich, das Essen hervorragend und man lag den ganzen Tag quasi alleine am Strand.

Ein tägliches Schauspiel gab es allerdings um Punkt 17:00 Uhr: Die große Moskitovergasung.

Jeden Tag raste die Ausräucherkolonne über die Insel. Da sollte man tunlichst schon beim Abendessen sitzen, um die Chemiecloud nicht mitzunehmen. Den Moskitos war das Prozedere übrigens komplett egal – sie zeigten sich völlig unbeeindruckt. Das Moskitonetz über dem Bett war nachts also absolute Überlebenspflicht!

Die restliche Landfauna war dagegen tiefenentspannt:

  • Einsiedlerkrebse: Reagieren extrem nervös und zappelig, wenn man sie an ihrer Muschel 3 Meter nach rechts verfrachtet, damit sie nicht in der Obstschale landen.

  • Flughunde: Segelten entspannt durch die Palmen.

  • Günther: Ein farbenfroher Gekko, der treu an unserer Wand wohnte. Ob es immer derselbe war oder eine ganze Sippe? Keine Ahnung. Für mich hieß er ab Tag 1 schlichtweg Günther.

Reisezeit & Wetter-Bonus

Wir sind in der ersten Oktoberwoche geflogen, also genau am Rande der Regenzeit. Die ersten 5 Tage waren absolut traumhaft. In den letzten beiden Tagen gab es dann allerdings derart monsunartige Niederschläge in der Nacht, dass das Aufdrehen des Wasserhahns in der Freiluftdusche völlig überflüssig wurde. Der Wind pfiff so gewaltig, dass ich meinen Lebensmittelpunkt kurzerhand komplett an die überdachte Poolbar verlegte – man muss schließlich Prioritäten setzen.

Bei der täglichen Haifütterung habe ich mich übrigens vornehm zurückgehalten. Tollpatschig wie ich bin, wollte ich die Fische nicht unnötig herausfordern – zumal ich mir vorgenommen hatte, ausnahmsweise mal einen Urlaub ohne Krankenhausaufenthalt zu beenden. Einen 50-cm-Zitronenhai habe ich trotzdem gesichtet, der konnte mir aber keine große Angst einjagen.

Fazit

Alles in allem ist Filitheyo der perfekte Ort für Menschen, die einfach nur Ruhe suchen und die Seele baumeln lassen wollen. Partylöwen und Familien mit bespaßungshungrigen Kindern werden hier auf Dauer eher nicht glücklich werden.

Kurz gesagt: Der ideale Ort, um Ehen zu beginnen – oder Beziehungen zu beenden! 😉

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Zimmer & Schlafkomfort

  • Schlafqualität & Betten: Sind Matratzen, Kissen und Bettwäsche hochwertig und sorgen für erholsamen Schlaf?
  • Ausstattung & Ruhe: Stimmen Raumklima, Verdunkelung und Schallisolierung für eine ruhige Nacht?
  • Sauberkeit & Pflege: Sind Zimmer, Textilien und Mobiliar tadellos sauber und instand gehalten?

Spa, Wellness & Erholung

  • Angebot & Ausstattung: Wie vielfältig und ansprechend sind Sauna, Pool, Ruhebereiche oder Fitnessangebote?
  • Sauberkeit & Hygiene: Sind die Nassbereiche, Liegen und WCs makellos sauber und gepflegt?
  • Atmosphäre & Wohlfühlfaktor: Lädt das Ambiente zum Entspannen ein (Licht, Ruhe, Ruhezonen-Konzept)?

Service & Gastfreundschaft

  • Check-in & Empfang: Verläuft die An- und Abreise zügig, freundlich und unkompliziert?
  • Herzlichkeit & Betreuung: Wirkt das Personal authentisch gastfreundlich, aufmerksam und hilfsbereit?
  • Hilfe & Empfehlungen: Werden Fragen zu Ausflügen, Zusatzleistungen oder Extrawünschen kompetent gelöst?

Ambiente & Ausstattung

  • Gemütlichkeit & Stil: Passt das Einrichtungskonzept (z. B. modern, alpin-gemütlich oder edel) zur Unterkunft?
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Preis-Leistung & Lage

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