Gino’s East: Wo Käse-Albträume und Pizza-Träume miteinander verschmelzen

Eigentlich gibt es über diesen Laden nicht wirklich viel zu sagen. Andererseits aber doch so viel, dass mir schlichtweg die Worte fehlen – und das will bei mir was heißen!

Es hat tatsächlich ein paar Jahre und einige Chicago-Trips gedauert, bis wir auf Gino’s East gestoßen sind. Und ganz ehrlich: Würde es unsere Retter Becky und Jeff nicht geben, hätten wir diesen Pizza-Tempel wohl nie entdeckt. Ein riesiges, von Herzen kommendes Dankeschön an dieser Stelle!

Der anfängerhafte Fehler der Unwissenden

Bei unserem allerersten Besuch begingen wir allerdings einen taktischen Fehler von historischem Ausmaß: Wir gönnten uns kurz zuvor am Hafen noch fix einen Chicago Style Hot Dog. Ein kleiner Snack für zwischendurch, dachten wir. Ein fataler Irrtum, wie sich nur eine Stunde später herausstellte…

Die Pizzeria selbst befindet sich direkt (oder ist das indirekt?) in Downtown Chicago. Also in einer richtig guten Gegend, in der man definitiv keine Angst haben muss – abgesehen von der berechtigten Angst vor einer drohenden Kalorien-Explosion. Von außen kommt Gino’s East als klassisches, uriges Chicago-Häuschen daher. Drinnen erwartet einen eine extrem gemütliche, angenehme Atmosphäre und Kellner, die so zuvorkommend und freundlich sind, wie man es aus Amerika kennt (wenn wir jetzt mal diesen einen maximal unentspannten Typen im Burger-Laden in Milwaukee gekonnt ausklammern).

Frisch angekommen und am Tisch platziert (Pro-Tipp vom Profi: Unbedingt vorher reservieren!), übernahm Jeff das Kommando und bestellte drei Pizzen.

3 Pizzen für 4 Personen? Führte bei uns damals kurz zu Stirnrunzeln. „Ganz schön geizig für den großen Hunger“, dachten wir. Als die Pizzen dann zum Tisch getragen wurden, wurde uns jedoch schlagartig klar: Das reicht nicht nur, das ist eine Mahlzeit für ein ganzes Bataillon.

Was zum Teufel ist eine „Chicago Style Deep Dish Pizza“?

Für alle, die noch nie vor diesem kulinarischen Monument saßen: Stellt euch keine italienische, hauchdünne Steinofenpizza vor. Nein! Eine Chicago Deep Dish Pizza ist eher eine herzhafte Torte aus Teig, Fleisch und geschmolzenem Käse. Der Teig bildet eine tiefe Wanne, die zuerst bis zum Rand mit kilometerweitem, ziehendem Käse und massenweise Belag gefüllt wird. Die Tomatensauce kommt erst oben drauf – quasi als Tarnung.

Kurzum: Die Pizza war hervorragend, fantastisch üppig und dermaßen überladen mit Käse, Speck und Fleisch, dass wir schlicht kapitulieren mussten. Eine halbe Pizza trat am Ende als saftige Wegzehrung die Heimreise ins Hotel an.

Mittlerweile ist Gino’s East ein absoluter Fixpunkt bei jedem Chicago-Trip!

Meine absolute Empfehlung: Die „Meatlover“-Variante! Und als Vorspeise MÜSSEN einfach die Mozzarella Sticks mit an den Tisch. Die Panade ist dermaßen genial, ich würde mich am liebsten selbst darin panieren lassen. Als Dip wird dazu direkt die hauseigene Pizzasauce serviert. Das ist schlicht und ergreifend der Himmel auf Erden!

Trivia für Besserwisser: Die Story hinter Gino’s East

Weil wir am Tisch zwischen zwei Koma-Anfällen wissen wollten, wie man auf so eine Idee kommt, hier noch die geniale Geschichte hinter dem Laden:

  • Taxifahrer-Geistesblitz: Das Original wurde 1966 gegründet. Die Gründer? Zwei Taxifahrer (Sam Levine und Fred Bartoli) und ihr Kumpel George Loverde. Die Jungs düsten tagtäglich über die berühmte Magnificent Mile in Chicago und dachten sich: „Direkt hier am belebtesten Streifen der Stadt eine Pizzeria hinzusetzen, wäre doch eine Goldgrube!“ Sie behielten recht.

  • Geheimwaffe Alice: Die echten Gründer stammten zwar aus Italien bzw. Sizilien, das legendäre Pizza-Rezept erfand aber eine Frau namens Alice Mae Redmond. Die Taxi-Jungs heuerten die Ausnahmeköchin von der Konkurrenz ab. Alice übernahm die Küche und zauberte die nächsten 29 Jahre lang Pizzen, die Gino’s East weltberühmt machten.

  • Alles eine Frage der Liebe (und des Teigs): Alice zärtelte die Pizzen förmlich in die Form, statt den Teig grob zu klatschen. Ihr größtes Vermächtnis ist jedoch ein geheimer „Dough Conditioner“ (ein Teigverbesserer), den sie entwickelte. Bis heute sorgt genau diese geheime Zutat für die unvergleichliche Textur und den Geschmack der Kruste!

  • Echter Chicago-Familienbetrieb: Auch wenn der Laden heute eine Legende ist: Gino’s East ist bis heute lokal geblieben und wird von einer echten Chicagoer Familie geführt.

Wenn ihr also mal in Chicago seid und die Wahl zwischen einem normalen Abendessen und einem glorreichen Käse-Koma habt: Ihr wisst, wo ihr hinmüsst!

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Bewertungskriterien:

Essen & Kulinarik

  • Geschmack & Frische: Sind die Zutaten hochwertig, frisch und auf den Punkt zubereitet?
  • Regionalität & Saison: Werden lokale Produkte verwendet (wichtig für den authentischen Gasthaus-Charakter)?
  • Präsentation: Ist das Essen ansprechend und liebevoll angerichtet?
  • Speisekarte: Bietet die Karte eine ausgewogene Auswahl (inkl. vegetarischer/veganer Optionen), ohne überladen zu sein?
  • Aromen & Ausgewogenheit: Stimmt die Abstimmung der Gewürze und Texturen?

Service & Gastfreundschaft

  • Aufmerksamkeit & Tempo: Werden Bestellungen zügig aufgenommen, nach Getränken gefragt und Speisen ohne lange Wartezeiten serviert?
  • Freundlichkeit & Herzlichkeit: Wirkt das Personal authentisch gastfreundlich, aufgeschlossen und zuvorkommend?
  • Fachwissen: Kann das Servicepersonal Fragen zur Speisekarte, zu Allergenen oder zur Wein-/Getränkeempfehlung kompetent beantworten?
  • Umgang mit Kritik: Wie wird reagiert, wenn mal etwas nicht passt?

Ambiente & Atmosphäre

  • Gemütlichkeit & Stil: Passt das Einrichtungskonzept (z. B. urig-traditionell, modern-skandinavisch oder edel)?
  • Lärmpegel & Raumakustik: Kann man sich entspannt unterhalten, ohne schreien zu müssen?
  • Sauberkeit & Hygiene: Sind Tische, Bestecke, Gläser und vor allem die Waschräume/Toiletten makellos sauber?
  • Licht & Musik: Ist die Beleuchtung stimmungsvoll und die Hintergrundmusik angenehm gewählt?

Preis-Leistungs-Verhältnis

  • Portionsgröße vs. Preis: Ist die Portionsgröße angemessen für den aufgerufenen Preis?
  • Gegenwert: Fühlt man sich nach dem Bezahlen der Rechnung fair behandelt und bereichert?

Lage, Erreichbarkeit & Extra-Services

  • Parkmöglichkeiten & Anbindung: Gibt es eigene Parkplätze, eine gute ÖPNV-Anbindung oder Barrierefreiheit?
  • Reservierungssystem: Funktioniert die Tischreservierung unkompliziert (online oder telefonisch)?
  • Außenbereich / Gastgarten: Gibt es einen ansprechenden Schgastgarten oder eine Terrasse für schöne Tage?
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