Der Anstieg: Ein Albtraum für Flachland-Spezialisten
Von unserem Haus ging es erst mal 30 Minuten lang wunderbar eben voran. Keine große Sache. Doch kurz darauf erblickte man den Gasthof bereits am Berg. Ja, richtig gelesen: am Berg! Als ungeübter Flachland-Spezialist, der schon bei den 20 Stufen zum CrossFit-Trainer ins absolute Koma fällt, waren die folgenden 30 Minuten steiler Anstieg absolut kein „Bemmerl“. Wer also nicht allzu gut zu Fuß unterwegs ist (so wie ich) oder vermeiden will, im Aufstieg einen heroischen Erschöpfungstod zu erleiden (ebenfalls so wie ich), dem sei hiermit dringend geraten: Fahr verdammt noch mal mit dem Auto!
Ankommen, wohlfühlen und das beste Schnitzel
Dennoch: Die Quälerei hat sich im Nachhinein absolut gelohnt. Man wird vor Ort superfreundlich bedient und fühlt sich sofort wie zu Hause. Der Gastgarten sieht genau so aus, wie ein gstandener Berggasthof aussehen muss, und für Kinder gibt es am angrenzenden Spielplatz (sowie mit Bogenparcours und Rodelbahn) reichlich Programm. Doch kommen wir zum Wesentlichen: dem Essen.
Das Essen war schlichtweg hervorragend. Blitzschnell am Tisch, frisch zubereitet und von einer Qualität, die man heutzutage nur noch selten findet. Lediglich die Portion war – typisch für mich – etwas knapp bemessen. Wer mich kennt, weiß allerdings, dass das bei mir fast immer der Fall ist.
- Das Kohlschnait-Schnitzel: Das Fleisch war wunderbar saftig und zart. Die Füllung aus Speck, Schinken und Käse perfekt abgestimmt, während die Kräuterpanade dem Ganzen das absolute Etwas verlieh. Mit Abstand das beste Schnitzel meines Lebens!
- Der Salat: Der gemischte Beilagensalat war herrlich frisch und schmeckte absolut null nach traurigem Glashaus oder Holland-Import. Würde (und werde) ich exakt so wieder bestellen.
Das dramatische Ende und das Fazit
Die Nachspeise habe ich schweren Herzens ausgelassen, um Platz für die legendäre Brettljause zu lassen, die als kleiner „Snack“ vor dem Heimweg eingeplant war. Leider hat uns ein aufkommendes Gewitter diesen genialen Plan zunichte gemacht. Wir mussten fluchtartig aufbrechen – und im Nachhinein blutet mir das Herz, wenn ich an die Topfentorte und den Schoko-Nuss-Kuchen denke, die in der Auslage so verlockend aussahen.
Fazit: Es gibt im Grunde drei winzige Minuspunkte, die eigentlich gar keine sind:
- Der Aufstieg: (Lösung: Nimm halt das Auto!)
- Die Portionsgröße: (Lösung: Iss vorher eine Suppe oder danach die verpasste Nachspeise!)
- Das Sitzfleisch: Nach einer Weile werden die Holzbänke etwas unbequem – aber es gibt vermutlich Sitzauflagen, wenn man ganz lieb fragt.
Dem gegenüber stehen das definitiv beste Schnitzel des Lebens, wunderbares, selbstgebrautes Bier, hervorragender Zirbenschnaps und Wirtsleute, die ihre Arbeit mit Leib und Seele machen. Ein absolut runder Ausflug!
Weitere Infos, Öffnungszeiten und Details zur Rodelbahn findet ihr direkt unter www.rodelbahn.at.