Polestar 3 mit neuem 220-kW-Heckantrieb im Test

Nicht weniger als elf Elektro-SUV-Modelle gibt es inzwischen in der Größenklasse zwischen 4,80 und 5,00 Meter Länge zu kaufen. Der Polestar 3 sortiert sich mit 4,90 m in der Mitte ein. Er gehört weiß Gott nicht zu den absatzstärksten Modellen der Gruppe, aber unserer Ansicht nach zu den interessantesten. Wir haben nun die neue Basisvariante Polestar 3 Long Range Single Motor mit 220 kW starkem Heckantrieb und 706 km WLTP-Reichweite getestet.

Der Polestar 3 startete im letzten Sommer. Das schicke Design, das schnelle Laden und die hohen Reichweiten gehören zu seinen Stärken. Bisher wurden aber nur die Allradversionen mit 360 bzw. 380 kW ausgeliefert, wie auch die KBA-Zulassungsstatistik zeigt. Beim Hecktriebler mit 220 kW, der etwa seit dem Jahreswechsel bestellbar ist, beginnt die Auslieferung erst jetzt. Mit starken 706 km WLTP-Reichweite gehört er zu den 10 reichweitenstärksten Elektroautos auf dem Markt. Beim Schnellladen (bis 250 kW) gehört der Polestar 3 unter den 400-Volt-Modellen sogar zur absoluten Spitzengruppe.

Exterieur

Mit 4,90 Meter Länge gehört der Polestar 3 unzweifelhaft zu den großen SUVs, der Mercedes EQE SUV (4,86 m) ist etwas kürzer, der BMW iX (4,97 m) etwas größer. Mit 1,62 m bleibt die Höhe aber eher gering. Deswegen und aufgrund der Karosserieform würden wir den Wagen als Coupé-SUV einstufen.

Wegen der T-förmigen Lichtsignatur könnte man den Polestar 3 von vorn gesehen fast für einen Volvo halten. Aber die Seitenansicht fällt doch deutlich dynamischer aus als beim Schwestermodell Volvo EX90, der auf der gleichen Plattform SPA2 basiert. Polestar definiert sich eben nach wie vor als Performance-Marke mit schickem Design, und orientiert sich nicht so stark an Familien- und Alltagstauglichkeit wie Volvo. Beim Polestar 4 hat das sogar zum Verzicht auf das Heckfenster geführt; beim Polestar 3 dagegen kann man dankenswerterweise nach hinten rausgucken.

Der Polestar 3 hat bündige Türgriffe, die beim Entriegeln nach oben klappen. Dazu hält man entweder die Keycard an den Türgriff oder nutzt den „Key Fob“, einen als Schlüssel dienenden Handschmeichler. Seit Kurzem kann man auch das eigene Handy verwenden. Beim Key Fob und beim Handy kann der „Schlüssel“ in der Hosentasche bleiben, wogegen die Keycard eher eine Notlösung ist. Denn man muss sie gezielt an den Türgriff halten, und auch das sensorgesteuerte Öffnen der Heckklappe klappt damit nicht.

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