TEST: HONDA ZR-V

Honda setzt seinen beeindruckenden Hybridantrieb in einem neuen SUV ein: Auch der ZR-V perfektioniert das sanfte und leise Gleiten mit sportlichem Touch. Was die Antriebstechnik besonders macht und wie familienfreundlich das sportlich geschnittene Crossovermodell in der Praxis ist, verrät der Test.

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Um wen geht es?

Im SUV-Portfolio von Honda schiebt sich der ZR-V zwischen den kompakten HR-V und den inzwischen großgewachsenen CR-V. Nebenbei ist der sportive Zuschnitt eine weitere Designvariation des Themas in Richtung Crossover. Honda hat damit drei ganz neue SUVs am Start, die zusammen mit Jazz und Civic eine durchgängig frische Modellpalette bilden, wie man sie in der Branche selten sieht. Es ist offensichtlich, dass der größte Zweirad- und Motorenhersteller, der Dauergast im Ranking der weltweit meistverkauften Autos ist, auch am alten Kontinent wieder mehr Marktanteile möchte.

Nicht ganz leicht zu merken sind indes die zahlreichen Buchstaben-Dreierkombinationen in der SUV-Namensgebung, ein Unterscheidungsmerkmal ist aber auch ohne Fachwissen eindeutig: Während der Rivale Toyota den Bindestrich nach dem ersten Buchstaben setzt, tut es Honda nach dem zweiten Letter.

Wie tritt der neue ZR-V auf?

Er ist sportlicher geschnitten als ein klassisches SUV mit Box-Design: Die Dachlinie ist etwas niedriger und fällt im hinteren Bereich stärker ab. Insgesamt hat Honda bei seinen jüngsten Modellwechseln zu einem eleganten, klaren und schnörkellosem Look gefunden. Beim neuen ZR-V polarisiert der Kühlergrill etwas, sonst gibt es aber keine Kante oder Linie zu viel, dafür viele fließende Übergänge und bündige Flächen. Neben dem Stoßfänger ändert sich sich übrigens auch die Struktur des schwarzen Kühlergrills mit der Ausstattung: Beim Sport wabenförmig, beim getesteten Advance vertikal.

Ist die Einrichtung gelungen?

Der ZR-V übernimmt grundsätzlich das jüngst im Civic präsentierte Layout und auch dessen schöne, über die ganze Breite gezogene Wabengitter-Leiste. Darüber hinaus zielt die Einrichtung nicht auf Showeffekte ab, sondern ist mit robusten Materialien gut verarbeitet und logisch zu bedienen. Honda verbaut generell noch relativ viele Schalter und Knöpfe, was konventioneller aussieht, für die Bedienung aber definitiv von Vorteil ist.

Durchwegs logisch aufgebaut und reaktionsschnell ist auch das 9-Zoll-Multimediasystem. Es gibt dort einen frei belegbaren Shortcut-Bereich für den Direkteinstieg in die am öftesten benutzen Menüs. Apple Carplay wird kabellos eingeleitet, für Android Auto braucht es eine Kabelverbindung. Ein 10,2-Zoll-Digitaldisplay ersetzt die konventionellen Armaturen und rückt Informationen ins Blickfeld. Komplett auf die Navigationskarte umstellen lässt sich das Layout aber nicht, es bleibt bei der Pfeilansicht. Die digitalen Skalen sind klassisch „Weiß auf Schwarz“ gestaltet und sehr gut lesbar. Zusätzlich gibt es auch noch ein Head-up-Display. Verpassen wird der ZR-V-Fahrer also nichts. Eine kleine Bedieneinheit auf der unkonventionell gerundeten Mittelkonsole ersetzt den Automatik-Wahlhebel: Die intuitive Bedienung erfordert Gewöhnungszeit, klappt dann aber.

Die schönen Aludrehregler für die Klimasteuerung sind angenehm griffig. Hinter dem feschen Lüftungsdüsengitter verbergen sich vier verstellbare Auslassstellen. Bei der getesteten Advance-Ausstattung – sie ist Stufe drei von drei – sitzen die Passagiere auf schwarzen Ledersitzen mit weißen Ziernähten und hören den Sound einer Bose-Musikanlage. Damit bei der Energieversorgung von Smartphone und Co. kein Familienstreit ausbricht, gibt es im Auto fünf Lademöglichkeiten: Eine Ladeschale und je einen USB-A- und USB-C-Schnelllader vorne sowie zwei Schnelllade-USB-C-Anschlüsse hinten.

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