Der vollelektrische EX60 ist für Volvo strategisch wichtiges Volumenmodell und technischer Meilenstein zugleich.
Mit dem EX60 stopft Volvo nun jene Lücke im E-Auto-Angebot, das zwischen EX30 und EX40 auf der einen Seiten und dem EX90 auf der anderen zuletzt noch bestand. Als vollelektrisches Pendant zum Bestseller XC60 mit Hybridantrieb soll er diesen nicht ersetzen, sondern ergänzen. Und siehe da – von den mehr als respektablen 900 Vorbestellungen entfällt der Löwenanteil an Firmenkunden, für die Volvo plötzlich eine echte Alternative darstellt.
Skandinavisches Design trifft durchdachte Ergonomie
Doch auch für die zunehmend mehr an Vollstromern interessierten Privatkunden stellt der EX60 ein spannendes Gesamtpaket dar. Da wäre einerseits das Design, das erkennbar auf den europäischen Geschmack zugeschnitten ist und in keinster Weise daran erinnert, dass Volvo Teil des chinesischen Geely-Konzerns ist. Seine straffe, aerodynamische Optik lässt den EX60 – untypisch für elektrische SUV – kleiner wirken, als er ist. Im Innenraum zeigt der im Volvo-Stammwerk Torslanda in Schweden gebaute Fünftürer die markentypische Nüchternheit, ohne es jedoch mit der Touch-Bedienung zu übertreiben. Dazu gibt es smarte Detaillösungen wohin man schaut, etwa das zentrale Handschuhfach, die im Verhältnis 60 zu 40 zu öffnende Kofferraumabdeckung oder die stylischen Wing-Grip-Türgriffe.
Neue SPA3-Plattform: 800 Volt und schnelles Laden mit 370 kW
Am (auffällig klein geratenen) Steuer begeistert der in allen Varianten üppig motorisierte EX60 durch konkurrenzlose Laufruhe. Doppelte Scheiben und eine neue Vorderachskonstruktion sind der eine Grund, der andere ist der Umstieg auf die völlig neue SPA3-Plattform. Diese bringt ein Upgrade von 400 auf 800 Volt mitsamt auf bis zu 370 kW gestiegenen Ladetempo. Ein echter Paradigmenwechsel ist die neue Cell-to-body-Konstruktion, die bei der Produktion rund 100 Einzelteile einspart und den EX60 effizienter und verwindungssteifer macht.
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