Test: Kia EV3

Elektroautos von Kia mischen in ihren Segmenten an der Spitze mit: Der EV3 bringt futuristisches Design in die Golfklasse und schafft im Test locker 500 Kilometer am Stück. Auch mit seiner praktischen Art und dem premiumiden Fahrkomfort setzt er Standards. Beim Preis hilft Kia ein bisschen nach.

Wo ist der EV3 einzuordnen?

Ziemlich genau dort, wo die meisten Kunden kaufen, in der modernen Golfklasse. Was früher der Golf war, ist heute allerdings der T-Roc. Die Mehrheit will Crossover-SUV, wie auch der EV3 eines ist. Diese sind groß genug für die Familie, aber nicht zu groß zum Parken.

Dass Kia sehr gute Fahrzeuge an den Start bringt, ist inzwischen keine Überraschung mehr, Elektroautos der Marke mischen in ihren Klassen beharrlich an der Spitze mit. Bis hinauf zum EV9 füllen die Koreaner ihr Portfolio derzeit mit familienfreundlichen Stromern, auch diese Dichte im E-Segment ist beispielhaft.

Wie schaut der EV3 aus?

Mondbuggy? Kleines Blockhaus? Was meinen Sie? In jedem Fall bringt Kia futuristisches Design in die Golfklasse, das nach Aufbruch aussieht und viel Frische ausstrahlt. Unverwechselbar, aber unverspielt, ist es ein cooler New Look.
Neben der waagrechten Gürtel- und der ganz leicht abfallenden Dachlinie wurden auch die meisten anderen Striche quasi mit dem Lineal gezogen. Wo Autos gegen Geraden sind, bei den Rädern, halten die Designer mit kantigen Radhaus-Einfassungen und eckigen Elementen in den Felgen dagegen. Damit die Box eine vernünftige Aerodynamik bekommt, haben die Designer schön abgerundet und Techniker eine vollständige Unterbodenverkleidung sowie aktive Luftklappen integriert. Das ausstattungsabhängige Styling macht durchaus einen Unterschied im Auftritt, große Räder und der Glossy-Look mit schwarzen Hochglanz-Elementen lassen den EV3 noch mehr strahlen.

Wie geräumig ist er?

Für die 4,30-Meter-Kompaktklasse ist der Innenraum luftig. Ein niedriges Armaturenbrett und freier Raum zwischen den Passagieren sorgen für angenehmes Raumgefühl in Reihe eins. Erstaunlich ist der Fondbereich. Dass zwei normal große Erwachsene bequem hintereinander sitzen können, ist in dieser Klasse nicht selbstverständlich. Der Kofferraum ist eine tiefe Mulde, hinten ist ja kein zweiter Motor verbaut. Das Basisvolumen von 460 Litern ist beachtlich. Der höhenverstellbare Boden ergibt nach Umklappen der im Verhältnis 60:40 geteilten Rücksitzlehne eine ebene Fläche, das maximale Ladevolumen beträgt 1.251 Liter. Auch nicht schlecht. Die Ladekante liegt auf 75 Zentimetern Höhe, die Ladeöffnung ist 1,13 Meter breit. Separaten Stauraum für die Ladekabel bietet der beleuchtete 25-Liter-Frunk unter der vorderen Haube. Ziemlich praktisch das ganze.

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