Der XC60 bekommt einen elektrischen Bruder: EX60. Bis zu 680 PS stark. Bis zu 810 Kilometer Reichweite.
Das Konzept der Schweden, sich mit einem SUV in der Mittelklasse zu platzieren, hat sich für Volvo bezahlt gemacht: Der XC60 (mittlerweile frei von Diesel und mit elektrifizierten Benzinern motorisiert) wurde in den beiden bisherigen Generationen 2,7 Millionen Mal verkauft – er ist somit der Bestseller der Marke! Für den neuen elektrischen Bruder EX60 electric, 4,8 Meter lang (etwa zehn Zentimeter mehr als der Verbrenner), peilt man mindestens den gleichen Erfolg an. In Österreich, wo das Verhältnis Business- und Privatkunden 80 zu 20 Prozent ausmacht, soll er es heuer noch auf 1.150 Fahrzeuge bringen, für das erste Volljahr, 2027, sind 1.500 Stück prognostiziert. Er wird bereits in Torslanda (Schweden) produziert.
Der Strom-SUV der Mittelklasse setzt im größten Marktsegment für Elektrofahrzeuge neue Maßstäbe bei Reichweite, Ladetempo und Leistung.Karin Stalzer, Pressesprecherin Volvo Österreich
Für eine Erfolgsfortsetzung offeriert der EX60 auf Basis von 800-Volt-Technologie eine dreifache Auswahl an Antriebsvarianten: 374 PS mit 83-kWh-Akku und Heckantrieb (P6), 510 PS mit 95-kWh-Batterie und Zweiachsantrieb (P10), 680 PS mit 117-kWh-Stromspeicher und ebenfalls Allradantrieb (P12). Daraus sollten bis zu 611 bzw. 660 bzw. 810 Kilometer Reichweite resultieren (laut WLTP). Bei aller Leistungsopulenz bleibt es bei der Limitierung auf maximal 180 km/h.
Erstproband war, rund um Hamburg, der P10. Auf recht wenig forderndem Terrain stellte er dennoch seine fein abgestimmte Fahrwerksbalance und seine ebenso haarfein justierbare Klimaautomatik unter Beweis (auch in der Hansestadt war es heiß), samt der peniblen Geräuschdämmung. Dass man sich mit 510 PS nicht hinten anstellen muss, ist wohl klar, selbst wenn der Schwede ab 2.190 und bis zu 2.405 Kilogramm wiegt. Die Inneneinrichtung ist fast schon zu reduziert. Dazu gehört unter anderem, dass selbst die Außenspiegeljustierung, wie üblich bei den Neuen der Marke, nur über das Multimediasystem funktioniert. Das, gar nicht nebenbei gesagt, eine Überfülle an Funktionen bietet, die man sich nur im Zuge einer längeren Bekanntschaft restlos zu Gemüte führen kann.
Fast gleichzeitig mit dem Standard-EX60 präsentierte Volvo die Cross Country-Version, mit um 20 bis 40 Millimeter angehobener Bodenfreiheit und unter anderem serienmäßiger Luftfederung. Die Version kommt demnächst als Modelljahr 2028 und kostet ab 69.490 Euro, als P10 mit 510 PS und zweiachsigem Antrieb.
Im Programm bleibt der XC60, als Mild- und als Plug-in-Hybrid-Benziner (Zweiliter-Vierzylinder-Turbo) – er bekommt sogar ein Facelift und eine technische Überarbeitung.
Neu: Volvo EX60 electric
Bereits bestellbar, Auslieferungen ab September. Ab 63.490 Euro (für den P6 Plus, 374 PS). An Bord: 11,4-Zoll-Fahrerdisplay, 15,0-Zoll-Zentralscreen, Drei-Zonen-Klimaanlage, Matrix-LED-Scheinwerfer, Digital-Schlüssel, 22-kWh-Onboard-Charger. Extras: 360-Grad-Kamera mit 3D-Darstellung, integrierte Kindersitze, elektrochromatisches Glasdach, elektrische Anhängerkupplung.
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