Ein Rasenmäher auf dem Dach eines 428 PS starken Elektroautos klingt nicht nach dem großen skandinavischen Abenteuer. Für den Volvo EX30 Cross Country war es trotzdem ein wichtiger Moment. Denn endlich konnte sein auffälligstes Zubehörteil beweisen, dass es mehr kann, als hervorragend auszusehen und auf der Autobahn Lärm zu machen.
Nach drei Monaten und mehr als 5.700 Kilometern endet damit unser Dauertest. In Teil 1 ging es um den ersten Eindruck, die Fahrleistungen und die Frage, ob unter der Abenteuer-Optik mehr steckt als etwas graues Plastik. Teil 2 widmete sich Familie, Hund, Innenraum und Bedienung. Jetzt folgt die abschließende Bilanz.
Der Dachkorb hat endlich einen Job
Rasenmäher, Autoreifen, Holz oder andere sperrige und dreckige Gegenstände sind genau die Art Ladung, für die der Dachkorb sinnvoll ist. Der Rasenmäher ließ sich mit mehreren Zurrgurten sicher befestigen, der Kofferraum blieb frei und vor allem sauber. Wer Garten, Waldstück oder ein Hobby mit viel unhandlichem Zeug hat, kann das Ding tatsächlich gebrauchen.
Das funktioniert besser, als der eher dekorative Eindruck zunächst vermuten lässt. Der Korb ist groß genug, stabil und gut zugänglich. Trotzdem würde er bei mir nach jeder Fahrt wieder in der Garage landen. Denn schon ab ungefähr 80 bis 90 km/h beginnt er, sich akustisch einzumischen. Auf der Autobahn wird daraus ein dauerhaftes Rauschen, das gerade bei längeren Fahrten ziemlich nervt.
Der Dachkorb ist deshalb kein Zubehör, das ich das ganze Jahr auf dem Auto lassen würde. Für zwei, drei Fahrten mit Reifen, Brennholz oder Rasenmäher wäre er perfekt. Danach käme er wieder herunter. Zum Glück lässt er sich mit überschaubarem Aufwand demontieren. Das Cross-Country-Feeling muss also nicht dauerhaft gegen die Ohren arbeiten.
Unter dem Försterkostüm steckt ein Sprinter
Der Kontrast zwischen Optik und Antrieb blieb bis zum letzten Tag der größte Unterhaltungsfaktor. Mit Dachkorb, Schmutzfängern, groben Reifen und seinen kompakten Proportionen sieht der Volvo aus wie ein elektrisches Suzuki-Jimny-Försterauto. Ein kleiner schwarzer Kasten, der gleich den Waldweg kontrolliert oder nach dem Rechten im Wildgehege sieht.
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