Volvo EX60 (2027): Luxus-Elektro-SUV mit bis zu 670 PS

Volvo EX60 (2027): Luxus-Elektro-SUV mit bis zu 670 PS

Der Volvo EX60 präsentiert sich als luxuriöses Elektro-SUV mit einer Leistung von bis zu 670 PS. Aktuell durchläuft das Modell intensive Tests, bei denen integrierte Rechentechnologie, ultraschnelles Laden und ein typisch skandinavisches Interieur im Fokus stehen. Das zweireihige Elektro-SUV basiert auf der modernen SPA3-Plattform mit einer 800-Volt-Architektur und dem HuginCore-System, das Hardware und Software von Volvo mit Technologiepartnern wie Google, Nvidia und Qualcomm verknüpft.

In Testberichten – darunter von *Car and Driver* – überzeugte die Variante **EX60 P10** mit zwei Elektromotoren und 503 PS Leistung. Ausgestattet mit einer 91-kWh-Batterie unterstützt das Modell eine Schnellladeleistung von bis zu 370 kW. Bei Autobahnfahrten mit konstanten 75 mph (ca. 120 km/h) wurde eine Reichweite von rund 290 Meilen (ca. 467 km) gemessen.

Software-Ansatz und SPA3-Plattform

Volvo positioniert den EX60 als Vorreiter eines neuen Software-Ansatzes in der Fahrzeugentwicklung. Das HuginCore-System ermöglicht nahtlose Over-the-Air-Updates (OTA) über das Netzwerk und optimiert kontinuierlich aktive Sicherheitsfunktionen sowie die Umfelderkennung des Fahrzeugs.

Die SPA3-Plattform dient als technisches Fundament. Neben der 800-Volt-Architektur sind die Batteriezellen direkt in den Unterboden als tragendes Strukturelement integriert, was Gewicht einspart. Zudem setzt Volvo am Heckrahmen auf Aluminium-Megacasting, wodurch eine Konstruktion ersetzt wird, die zuvor aus über 100 Einzelteilen bestand.

Drei Antriebs- und Batterieoptionen

Der Volvo EX60 wird in mehreren Konfigurationen angeboten:

Empfehlungen
  • P6 (Basis): Einzelner Elektromotor mit Heckantrieb, 369 PS, 80-kWh-Batterie und bis zu 320 kW Schnellladeleistung.
  • P10 (Mittelklasse): Zwei Elektromotoren mit Allradantrieb, 503 PS und 91-kWh-Batterie.
  • P12 (Topmodell): 670 PS Leistung und eine größere 112-kWh-Batterie in Vorbereitung.

Zudem ist eine robustere **EX60 Cross Country** Variante als Modelljahr 2028 in den Konfigurationen P10 und P12 geplant.

Dank der 800V-Technik gewinnen die P6- und P10-Modelle unter optimalen Bedingungen in nur 10 Minuten rund 160 Meilen (257 km) Reichweite hinzu. Ein Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent beansprucht laut Hersteller rund 18 Minuten (im C/D-Test dauerte die Ladung von 10 auf 90 Prozent 23 Minuten bei einer Durchschnittsleistung von 204 kW). Serienmäßig ist zudem ein NACS-Ladeanschluss an Bord, um unkomplizierten Zugang zum Tesla Supercharger-Netzwerk zu gewährleisten.

Minimalistisches Interieur mit 15-Zoll-OLED-Screen

In den Abmessungen übertrifft der EX60 den Verbrenner-Bruder XC60 um 3,7 Zoll in der Länge, auch der Radstand wächst um 4,1 Zoll. Der Kofferraum stellt im Normalzustand ein Volumen von 20 Kubikfuß (ca. 566 Liter) zur Verfügung – zuzüglich eines geräumigen Unterflurfachs. Bei umgeklappten Sitzen wächst das Volumen auf 58 Kubikfuß (ca. 1.642 Liter), ergänzt durch einen vorderen Frunk.

Das Interieur folgt einer skandinavisch-minimalistischen Designsprache mit hochwertigen Materialien und einem stoffbezogenen Armaturenbrett. Ein Glasdach gehört zur Serienausstattung, während eine elektrochromen Dimmfunktion optional erhältlich ist. Im Zentrum des Infotainments steht ein 15-Zoll-OLED-Touchscreen mit Android-basiertem Betriebssystem. Die integrierte KI von **Google Gemini** erlaubt die Sprachsteuerung in natürlicher Alltagssprache, wobei Tester auch auf Datenschutzaspekte bei der KI-Assistenz hinwiesen. Kritisiert wurde zudem die starke Bildschirmabhängigkeit, da selbst Klimafunktionen, Lüftungsdüsen, Lenksäule und Außenspiegel über den Touchscreen bedient werden müssen.

Fahrleistungen und Fahrdynamik

Der EX60 P10 absolviert den Sprint von 0 auf 60 mph (ca. 97 km/h) in rasanten 3,9 Sekunden. Zwischensprints von 30 auf 50 mph gelingen in 1,7 Sekunden, von 50 auf 70 mph in 2,1 Sekunden. Die Bremsung aus 70 mph erfolgt nach 161 Fuß (ca. 49 Metern).

Das Fahrwerk des P10 nutzt adaptive Dämpfer mit drei Härtestufen, während der Fokus insgesamt sehr stark auf Komfort ausgelegt ist. Bei Tempo 70 mph misst sich ein sehr leiser Innenraumpegel von nur 66 Dezibel. Während das Gesamtkonzept aus Rechenpower, 800V-Architektur und Komfort überzeugt, bleibt laut ersten Tests bei der Lenkpräzision und dem Verzicht auf physische Tasten noch Verbesserungspotenzial.

Original-Bericht erschienen auf VOI ID.

 

 

 

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