Der Testaufbau: Gleiche Strecke, reale Bedingungen
Um die Fahrzeuge unter absolut fairen Bedingungen zu vergleichen, führte die Testfahrt auf einer Autobahnstrecke nördlich von Oslo bei trockenen Bedingungen und angenehmen Temperaturen zwischen 14 °C und 17 °C. Die Richtgeschwindigkeit lag bei konstanten 120 km/h. Alle SUVs starteten mit 90 Prozent Ladestand, fuhren im effizientesten Fahrmodus, und die Testfahrer wechselten regelmäßig die Fahrzeuge sowie die Führungsposition im Windschatten, um Einflüsse durch Wind und Topografie zu minimieren.
Das Ergebnis: BMW am sparsamsten, Volvo mit Komfortsieg
Auf der Langstrecke zeigte sich ein klares Bild beim Energieverbrauch (gemessen pro 100 Kilometer):
- BMW iX3: 19,4 kWh / 100 km (rund 3,2 Meilen pro kWh)
- Mercedes GLC Electric: 20,3 kWh / 100 km (rund 3,06 Meilen pro kWh)
- Volvo EX60: 21,1 kWh / 100 km (rund 2,94 Meilen pro kWh)
Dank des kombinierten Vorteils aus dem niedrigsten Verbrauch und dem größten nutzbaren Akku (108,7 kWh) sicherte sich der BMW mit einer errechneten Autobahnreichweite von 544 Kilometern (338 Meilen) klar den ersten Platz. Der Mercedes landete bei rund 449 Kilometern (279 Meilen), während der getestete Volvo EX60 auf etwa 419 Kilometer (260 Meilen) kam.
Wichtige Details zum Volvo EX60 im Test
Der Artikel merkt kritisch an, dass der angetretene Volvo EX60 (als P10-Variante mit 91-kWh-Akku) nicht das absolute Topmodell darstellte. Das Pendant mit der großen Batterie (P12 mit 112-kWh-Pack) hätte die Reichweitenlücke rechnerisch auf rund 515 Kilometer (320 Meilen) verkürzt.
Zudem spielte ein entscheidender Faktor eine Rolle beim Stromverbrauch des Schweden: Als einziges Fahrzeug im Test rollte der Volvo auf opulenten 22-Zoll-Felgen, während BMW und Mercedes auf effizienteren 20-Zöllern unterwegs waren. Das drückte auf die Effizienz, brachte dem Volvo jedoch einen anderen, entscheidenden Sieg ein:
In der subjektiven Gunst der Tester landete der Volvo EX60 auf dem ersten Platz. Tester Kris Rifa lobte die herausragende Laufruhe, das extrem leise Interieur und den überlegenen Federungskomfort – ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass reine nackte Zahlen auf dem Papier nicht alles sind, wenn es um den perfekten Langstreckenbegleiter geht.
Den Original-Bericht von Andrei Nedelea findest du zum Nachlesen auf insideevs.com.
