Schotterpiste, Riesen-Kornspitz und eine Apfel-Falle
Da Fernreisen aktuell bekanntlich so ihre Tücken haben, haben wir uns schon im Sommer dazu durchgerungen, in Österreich zu urlauben. Nicht, weil es die Regierung so wollte, sondern schlicht, weil wir alle einfach mal dringend abschalten mussten. Und weil das mit dem Ferienhaus, der Selbstversorgung und dem Zusammenleben im Juli so wunderbar geklappt hat, mussten wir einfach noch eins der letzten warmen Wochenenden nutzen – diesmal ging es ab in die Steiermark. Nur fürs Wochenende, aber mit maximalem Erholungsfaktor.
Die Anfahrt: Wenn das Navi kapituliert
Geben wir es zu: Die Anfahrt gestaltete sich als etwas… sagen wir mal, abenteuerlich. Man muss schon wissen, wo man hinwill, denn das Navi weiß es definitiv nicht. Zumindest nicht jedes. Aber mal ehrlich: Ist das ein Nachteil, wenn man in Ruhe ausspannen will? Absolut nicht! Die letzten 500 Meter entpuppten sich als astreine Schotterstraße – die perfekte Garantie für himmlischen Frieden. Nach knappen 90 Minuten Fahrzeit waren wir da, fernab jeglichen Trubels.
Das Ferienhaus „Grabenhansl“: „Klein“, aber oho
Eingebettet zwischen duftenden Apfelbäumen, Wald und sattgrünen Wiesen liegt das Ferienhaus Grabenhansl. Klein, aber oho! Es bietet drei gemütliche Schlafzimmer, eine voll ausgestattete Küche und eine kleine Fernsehlounge für drinnen, falls das Wetter mal nicht ganz so freundlich sein sollte.
Draußen wartet ein großzügiger Grillplatz mit genug Platz für Kind, Kegel und Kinderspielplatz. Wer noch mehr Ruhe sucht, zieht sich in die kleine, feine „Chill-out-Area“ (wie der gestresste Stadtmensch so schön sagt) im Garten hinter dem Haus zurück. Das Gebäude selbst wurde von Grund auf liebevoll adaptiert: Die Küchengeräte sind auf dem neuesten Stand der Technik, das Bad ist modern, die Betten wunderbar bequem und alles war schlichtweg supersauber. Kurzum: Wir waren schon nach den ersten Minuten schockverliebt.
Notversorgung, frische Eier und die steirische Brot-Falle
Sollten die mitgebrachten Vorräte wider Erwarten doch mal zu Ende gehen, gibt es eine Rettung: den kleinen, hauseigenen Laden. Dort findet man vom steirischen Klassiker Kernöl über Manner-Schnitten und Kaffee bis hin zu Duschgel alles, was man auf die Gschwind mal vergessen hat.
- Pro-Tipp 1 (Eier): Eier kann man getrost zuhause lassen (also die vom Huhn!). Die gibt es hier so frisch, dass man das Gefühl hat, das Huhn hängt noch direkt dran.
- Pro-Tipp 2 (Der Bäcker): Samstags kommt der Bäcker. Eine Bestellliste gab es vorab, und so hatten wir frisches Brot zum Frühstück. Aber Achtung: Das, was die Steirer „Kornspitz“ nennen, geht in Wien als vollwertiges Ur-Vollkornbrot durch. Die Dinger sind dermaßen riesig, dass selbst ich meine geplante Frühstücksportion nicht mal ansatzweise bewältigen konnte!
Tierische Nachbarn und gruselige Märchen
Gekrönt wird das Ganze von unglaublich freundlichen Vermietern. Hier geht einem garantiert niemand auf die Nerven – die einzigen, die ab und zu vorbeischauen, sind ein paar Schafe beim gemütlichen Grasen auf der Wiese.
Apropos Besuch: Mitten im idyllischen Aufenthalt kam doch glatt eine Frau vorbei und hat mir einen Apfel angeboten. Aber wir alle wissen ja, wie diese Märchen enden – und um wachgeküsst zu werden, bin ich dann doch nicht Prinzessin genug! 😀
Von mir gibt es entspannte 5 von 5 Urlaubsdomizilpunkten. Ein Platz, der mich definitiv noch öfter sehen wird!
Lust bekommen? Buchen könnt ihr direkt online! Weitere Infos findet ihr beim Ferienhaus Grabenhansl.







