Manche Autos altern schnell, sobald die nächste Generation von Konkurrenten auf den Markt kommt. Ganz anders der Volvo EX40. Nach dem Abschied vom Namen XC40 Recharge wurde der schwedische Elektro-SUV umbenannt und zählt auch 2026 zu den Modellen, die den Produktzyklus überstehen, weil die Basis von Anfang an solide war. Wir haben ihn erneut in der Konfiguration mit einem Motor, 238 PS und einer 70-kWh-Batterie getestet, um die Frage zu beantworten, die uns Woche für Woche erreicht: Lohnt er sich im Vergleich zu den neuen Premium-Kompakt-Elektrofahrzeugen noch? Motorenund Getriebe
Eine dezente Neugestaltung, die gut altert
Der EX40 hat sich nicht neu erfunden, sondern seine Details verfeinert. Der in Wagenfarbe lackierte Kühlergrill, die eleganten Scheinwerfer im „Thors Hammer“-Design und die nahezu quadratische Form mit den markanten Schultern sorgen dafür, dass er schon von weitem erkennbar ist. Er will nicht überraschen – das überlassen wir seinem größeren Bruder, dem EX60 –, sondern vielmehr ein Image festigen, das im Premium-Kompaktsegment weiterhin gut ankommt.
Meiner Meinung nach ist es nach wie vor das Premium-Elektrofahrzeug mit der elegantesten Silhouette in seinem Segment. Keine chinesischen Spielereien oder übertrieben scharfe Kanten wie in Deutschland.
Skandinavische Inneneinrichtung: Wenn weniger mehr ist
Man steigt ein, schließt die Tür, und alles ergibt Sinn. Recycelte Materialien, die nicht wie billige Recyclingteile aussehen, der optionale Orrefors-Kristallschalthebel, der nach wie vor ein charakteristisches Detail ist, und das horizontale Armaturenbrett, das sich lebendig anfühlt. Der Fahrersitz – ein besonderes Merkmal – gehört zu den besten seiner Klasse für lange Fahrten. Fahrzeuge
Allerdings ist der mittlere Rücksitz immer noch eng und der störende Tunnel macht sich bemerkbar, wenn fünf Personen mitfahren.
Google integriert: Die Software, die Volvo als Erster richtig hinbekommen hat
Hier hebt sich der EX40 deutlich von der Konkurrenz ab. Er verfügt über natives Android Automotive mit vorinstallierten Google Maps, Google Assistant und dem Play Store – Ihr Smartphone ist also nicht mehr nötig. Er plant Routen mit Ladestopps, versteht komplexe Sprachbefehle und erhält regelmäßige Updates drahtlos.
Im Vergleich zum MBUX-System im Mercedes EQA oder dem iDrive im BMW iX1 ist es im Alltag intuitiver. Es geht nicht um die reine Leistungsfähigkeit des Systems, sondern darum, jemanden per Sprachbefehl um etwas bitten zu können, ohne sich dabei lächerlich zu fühlen. Volvo
Echte Autonomie und Konsum: Das Kapitel, das jeder Käufer lesen möchte
Die WLTP-Reichweite beträgt laut Herstellerangaben mit der 70-kWh-Batterie ca. 477 km. Im praktischen Fahrbetrieb mit gemischter Autobahn- und Stadtfahrt erreicht ein Nutzer, der jährlich 15.000 km zurücklegt, problemlos 380 bis 420 km. Auf der Strecke Madrid–Valencia reicht bei normaler Fahrweise ein einziger Ladestopp.
Der gemessene Verbrauch liegt auf ebener Strecke bei rund 17,2 kWh/100 km, etwas höher bei zügiger Autobahnfahrt mit 130 km/h. Nichts Außergewöhnliches, aber auch nicht enttäuschend – er liegt im oberen Durchschnitt des Premiumsegments.
Schnellladen: ausreichend, ohne zu führen
Bis zu 200 kW Gleichstrom. Eine Ladung von 10–80 % in etwa 28 Minuten, wenn man ein gutes HPC-Ladegerät findet. Das ist kein Rekord – Lassen Sie uns EV3 Oder das Model Y schlägt es bei Dauerlastkurven – aber es deckt den realen Anwendungsfall hinreichend ab: 25 Minuten anhalten, Kaffee trinken, weiterfahren. Fahrzeugspezifikationen,-beurteilungen und -vergleiche
Fahrdynamik und Handling: Schwedische Solidität, nicht deutsche Sportlichkeit
238 PS, Hinterradantrieb in dieser Single-Motor-Version und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in etwa 7,3 Sekunden. Mehr muss man dazu nicht sagen. Die Lenkung erfordert etwas mehr Kraftaufwand als beim iX1, und das Fahrwerk ist auf Stabilität statt auf Agilität ausgelegt. Es ist ein komfortables Auto, kein Spielzeug.
Dennoch ist das Ansprechverhalten des Gaspedals gut abgestimmt und die regenerative Ein-Pedal-Bremse gehört zu den besten auf dem Markt.
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