Gleicher Schutz für Frauen und Männer: Volvo arbeitet seit jeher daran, dass die Fahrzeuge des Unternehmens für alle Insassen gleich sicher sind. Eine neue Studie bestätigt dies: Seit den 1970er Jahren sind Frauen und Männer in den Fahrzeugen der schwedischen Automobilmarke gleichermaßen geschützt. Der Bericht verdeutlicht auch, wie Volvo über fünf Jahrzehnte hinweg den Insassenschutz für alle systematisch verbessert hat – dank wegweisender Erkenntnisse aus der Untersuchung realer Unfälle.
Seit langem wird angenommen, dass Autos für Frauen und Männer nicht gleich sicher sind. Eine vom Volvo Cars Safety Centre durchgeführte Studie zeigt nun, dass gleicher Schutz für alle sehr wohl erreicht werden kann – und zwar dank einer Sicherheitsforschung, die auf Daten realer Unfalluntersuchungen basiert.
Volvo hat Modelle aus den Jahren 2010 bis 2019 mit Fahrzeugen aus den Jahren 1970 bis 1979 verglichen. In diesem Zeitraum hat sich das allgemeine Verletzungsrisiko für fahrende Personen um 79 Prozent verringert. Bei Frauen ist der Rückgang mit 88 Prozent sogar noch größer; für sie ist das Verletzungsrisiko damit auf das gleiche Niveau wie bei Männern gesunken.
Zudem zeigen die Ergebnisse erhebliche Fortschritte beim Insassenschutz auf allen Sitzplätzen. Auf dem Rücksitz genießen angeschnallte Passagiere in einem Volvo ein vergleichbares Sicherheitsniveau wie auf den Vordersitzen – in einigen Fällen sogar ein höheres.
Darin zeigt sich, wie wirkungsvoll die Innovationen sind, mit denen Volvo seit Jahrzehnten die Sicherheit auf den Rücksitzen verbessert – und das, obwohl es über die Jahre hinweg dafür keine strengen gesetzlichen Anforderungen und standardisierten Tests gab.
„Die Sicherheit in der Automobilindustrie hat viel zu lange nicht für alle gleichermaßen gut funktioniert“, sagt Åsa Haglund, Leiterin des Volvo Cars Safety Centre. „Unser Ansatz bei Volvo Cars ist anders: Wir untersuchen Unfälle aus der Praxis und berücksichtigen in der Fahrzeugentwicklung die Bedürfnisse von Frauen, Männern und Kindern aller Körperformen. Dadurch arbeiten wir seit Jahrzehnten daran, ein hohes Schutzniveau zu bieten – unabhängig davon, wer man ist oder wo man im Auto sitzt. Unsere neuesten Forschungsergebnisse bestätigen, dass gleicher Schutz nicht nur ein Ziel ist, sondern etwas, das wir in Volvo Fahrzeugen bereits seit vielen Jahren erreichen konnten.“
Gleiche Sicherheit für alle – und wie man sie erreicht
Seit 1970 hat Volvo Daten aus über 50.000 Unfällen im realen Straßenverkehr gesammelt, an denen mehr als 80.000 Insassen beteiligt waren. Im Rahmen des Entwicklungskonzepts „Circle of Life“ fließen diese Erkenntnisse in Sicherheitsanforderungen, Tests, Fahrzeugentwicklung, Verifizierung und Produktion ein – ein kontinuierlicher Lernzyklus, der Innovationen vorantreibt und den Schutz für alle verbessert.
Dieser Ansatz hat auch das Fundament für den wegweisenden „Volvo Cars Safety Standard“ gelegt. Volvo setzt eigene Maßstäbe für die Sicherheit im realen Verkehr und geht dabei weit über geltende Vorschriften oder Sicherheitsbewertungen hinaus. Dazu gehört auch, Fahrzeuge zu entwickeln, die ein breiteres Spektrum realer Unfallszenarien auf allen Sitzplätzen abdecken.
Und da bei Unfällen im realen Verkehr keine standardisierten Crashtest-Dummys zum Einsatz kommen, sondern echte Menschen mit all ihren Unterschieden betroffen sind, berücksichtigt die Volvo Forschung eine Vielzahl von Merkmalen, darunter Geschlecht, Größe, Körperbau und Gewicht. Es ist diese Vielfalt, der das Unternehmen bei der Entwicklung seiner Sicherheitsinnovationen Rechnung trägt.
Seit Jahrzehnten stellt Volvo seine Sicherheitsforschung offen zur Verfügung, um dazu beizutragen, die Sicherheitsstandards in der gesamten Branche anzuheben. Im Rahmen der 2019 ins Leben gerufenen Initiative „Equal Vehicles for All“ (E.V.A.) sind mehr als 50 Jahre Sicherheitsforschung in einer digitalen Bibliothek frei zugänglich gemacht worden. So können andere Automobilhersteller, Forscher und politische Entscheidungsträger auf den einzigartigen Erkenntnissen von Volvo zur Sicherheit im realen Verkehr aufbauen.
Über die Studie
Die Studie wurde von Dr. Lotta Jakobsson und Thomas Broberg am Volvo Cars Safety Centre geleitet. Sie wurde im Rahmen der internationalen Konferenz „Enhance Safety of Vehicle (ESV) 2026“ veröffentlicht. Der Bericht basiert auf mehr als 50 Jahren Unfalldaten aus der Praxis und ist damit eine der umfangreichsten Langzeitstudien zur Insassensicherheit in der Automobilindustrie.
Die Studie analysiert ein breites Spektrum realer Unfallszenarien, darunter Frontal-, Seiten- und Heckaufpralle, Unfälle mit Abkommen von der Fahrbahn, Überschläge, seitliche Streifkollisionen, Zusammenstöße mit großen Tieren und Mehrfachunfälle. Sie konzentriert sich auf angeschnallte Insassen ab 13 Jahren und untersucht Verletzungen mit mäßigem Lebensgefahrpotenzial und darüber, wie Knochenbrüche und Gehirnerschütterungen. Leichte Verletzungen wie Prellungen und Schmerzen werden ausgeschlossen.
Der vollständige Bericht ist hier verfügbar.
