Mazda MX-5: Sitzt, passt, hat Luft

Eng gestaltet sich der Einstieg, also der erste Kontakt mit dem Mazda MX-5. Der Wagen liegt tief, der Weg nach unten mit dem Gesäß auf den Sitz ist weit. Mithilfe der linken Hand, die sich an die Längsseite des Dachs legt, gelingt der Einstieg – rechtes Bein zuerst, der Schwerpunkt wandert in die Mitte des Sitzes, dann das linke Bein nachgezogen – geht doch. Die Orientierung der Mazda-Ingenieure an der traditionellen japanischen Jinbai-Ittai-Philosophie, der erstrebenswerten Einheit von Pferd und Reiter, also eine enge Verbindung zwischen Maschine und Fahrer suchend, ist offensichtlich.

Die Sonne scheint, wir wollen mehr und daher kein Dach. Also runter mit dem Stoffverdeck. Die eine Sicherung ist schnell gelöst, der Rest ist in einer durchgehenden Bewegung nach hinten mit rechts flott vollendet – eingeschnappt, gesichert.

Gut beleuchtet zeigt sich die schön konstruierte Mittelkonsole mit ihrem inszenierten Spiel aus Kreisen und Knöpfen und den beiden Knäufen für Handbremse und Schalthebel, eingepackt in schwarzes Leder mit weißen Nähten. Geradezu ins Auge stechend das Tachometer-Design mit klassischer, gut gesperrter und somit gut lesbarer serifenloser Typo.

Genug bestaunt und gefreut, wir wollen ja auch noch fahren und starten unseren 132-PS-starken Roadster. Der Schaltknauf ist ordentlich fest verankert, das schafft Vertrauen in Stabilität und Wirkung.

Über Kärnten geht’s nach Italien, ins Reich der Tunnel. Am Tachometer leuchtet in schönem Gelb die Licht-Anzeige wie der Polarstern quasi, aus dem Tunnel raus verschwindet er wieder, schon bereit für den nächsten.

Im Collio, zwischen Cormons und Cividale angekommen, entsteigt es sich der dachlosen Schönheit weitgehend problemlos. Das Eingezwängtsein in den Ledersitzen gab Sicherheit, bequem waren sie außerdem, das lässt sich nach vierstündiger Fahrt eindeutig belegen. Man ist während der Fahrt wirklich gut eingepackt und zurückgeschnallt, bravo und danke!

Nun ist Einkaufen angesagt, die Geräumigkeit des Kofferraums ist nicht ohne in Relation zu den Abmessungen: 130 Liter müssen erst mal im MX-5 eingeplant werden – das ist gelungen; reichlich Platz also für Gnocchetti Sardi Nr. 63, Olivenöl, Aceto Balsamico, Taleggio, Ribolla Galla, Spumante. Den Knopf zum Öffnen des Kofferraums müssen Sie übrigens suchen, er befindet sich rechts unter dem Kofferraumdeckel. Also ganz einfach mit dem Zeigefinger von ganz rechts beginnend nach links rüberfahren, hoppala, hier ist er ja, drücken, und schwupp, der Deckel öffnet sich. Fast schon ein sinnliches Vergnügen.

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