Autohersteller Polestar hat es geschafft, aus dem Fehlen der Heckscheibe beim neuen Polestar 4 einen Werbegag zu machen. Jeder, mit dem ich vor und während des Tests spreche, fragt nach diesem besonderen Detail.
Ich fahre den Polestar 4 in einer warmen Frühlingswoche in Stockholm und die Erwartungen sind natürlich hoch. Der Hersteller selbst bezeichnet das Elektroauto als “Performance-SUV”, entsprechend gespannt bin ich auf die Probefahrt.
Polestar ist, wie Sie wahrscheinlich wissen, eine Schwestermarke von Volvo. So haben die Autos auch viel gemeinsam. Der Polestar 4 wird zwar in China hergestellt, aber er übernimmt einen Großteil des Sicherheitskonzepts von Volvo.
Die Kopffreiheit auf den Rücksitzen ist bei vielen Autos in diesem Segment eine Herausforderung. Polestar hat dieses Problem gelöst, indem die C-Säule nach hinten versetzt wurde. Und statt eine Heckscheibe zu verbauen, haben die Designer sie einfach weggelassen und sich für eine Kameralösung entschieden. Eine solche Rückfahrkamera, die Sie am Mittelspiegel anbringen, ist grundsätzlich nicht neu. Ich habe sie sowohl in Vans als auch als Option in Autos mit Heckscheibe gesehen. Die Lösung hat ihre Vor- und Nachteile. Dazu später mehr.
Ich teste die Version mit Allradantrieb, Long Range Dual Motor, mit Pilot-Paket, Plus-Paket und 20-Zoll-Aero-Rädern. Eine Konfiguration, die bei 74.400 Euro beginnt, wobei der Hersteller derzeit einen kleinen Rabatt auf die beiden optionalen Pakete gewährt.
Komfortabel zu fahren
Ich stelle schnell fest, dass sich der Polestar 4 sehr komfortabel fahren lässt, sowohl in der Stadt als auch auf der Autobahn. Er liegt stabil und sicher auf der Straße, ist gut gedämmt und die Motoren haben viel Kraft. Der Innenraum wurde elegant gestaltet und das Auto fühlt sich relativ geräumig an mit viel Stauraum. Und selbst auf dem Rücksitz sitzt man als Erwachsener noch ganz gut. Wenn Sie die hintere Mittelarmlehne umklappen, können Sie auch den Winkel der Rückenlehne elektronisch verändern.



