Neuer Honda Civic Type R im Blick-Test

Sportwagen-Fans aufgepasst: Honda hat die sechste Generation des kultigen Civic Type R auf den Markt gebracht. Das bedeutet: mehr Leistung, mehr Aggressivität, mehr Fahrspass. Im Blick-Test muss der radikale Kompaktsportler zeigen, was in ihm steckt.

In Zeiten von Downsizing und Elektro-Antrieben frohlocken wahre Petrolheads bei Autos wie dem neuen Civic Type R von Honda. Mit aggressivem Look, knackigem Schaltgetriebe und mehr Leistung denn je soll die Neuauflage an eine lange Tradition von Rennsport inspirierter Fahrzeuge der Japaner anknüpfen.

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Vor der Fahrt

Hier ist Spektakel garantiert: Der stärkste Vierzylindermotor in einem Fronttriebler kombiniert mit einem manuellen Sechsganggetriebe treffen auf ein Fahrzeug mit Mega-Spoiler am Heckdeckel und fettem Lufteinlass auf der Haube. Der überarbeitete Zweiliter-VTEC-Turbomotor leistet 329 PS (242 kW) und schickt ein Drehmoment von 420 Newtonmeter an die vorderen 19-Zöller. Wir nehmen Platz im feuerroten Testwagen und stellen sogleich fest: Die gleichfarbigen Sportsitze sind bequemer, als sie aussehen und so tief positioniert, dass wir das Gefühl haben, fast auf dem Asphalt zu hocken.

Auf der Strasse

Nach den ersten Kilometern staunen wir: Der Type R fährt sich auf «Comfort» ganz zivil und ohne jeglichen Krawall. Das ändert sich, wenn wir via Schalter an der Mittelkonsole den Sportmodus aktivieren: Die Lenkung wird straffer, die Dämpfer härter, der Auspuff lauter und die Gaspedalkennlinie schärfer. Radikal wirds dann nach dem Druck auf den +R-Schalter: Der Kompaktsportler stellt im Trackmodus alle Komponenten auf Angriff! In nur 5,4 Sekunden jagt der Type R auf Tempo 100, klebt in Kurven förmlich auf dem Asphalt und kommt selbst auf feuchter Fahrbahn nie ins Rutschen. Bei allzu unsensiblem Gasfuss scharrt der Aggro-Honda hier und da mit den Vorderschlappen, bringt seine Leistung sonst aber prima auf die Strasse. Mit diesem Civic ist Fahrspass garantiert!

Das war super

Trotz des angegrauten, aber dafür intuitiven Infotainmentsystems bieten die beiden Displays im Cockpit viele nützliche Infos. Performance-Daten können in Echtzeit in unterschiedlichen Layouts abgerufen werden – perfekt für den Einsatz auf der Rennstrecke. Für die wochenendliche Passfahrt brauchts die Anzeigen allerdings nicht zwingend. Was es hingegen braucht, ist ein knackiges und schnell reagierendes Getriebe – hier kann der Type R definitiv punkten – auch dank Schaltpunktanzeige im Kombiinstrument. Erstaunlich ist zudem das Platzangebot selbst auf den hinteren Plätzen. Mehr als zwei Personen passen allerdings nicht in den Fond – schade.

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