Kia Niro EV – E-Robert liebt es sparsam

Das will schon was heißen, wenn Hollywoodstar Robert De Niro Pate für den Crossover von Kia steht: Der eben auf den Namen Niro hört. Den Koreaner gibt es in drei unterschiedlichen Antriebsvarianten; als Hybrid, als Plug-in sowie als rein elektrische – äußerst genügsame – Variante, die sich hierzulande als der Elektrobestseller der Marke herauskristallisiert.

Im Vergleich zum Vorgänger kommt der neue Niro markanter daher und wirkt nun eher wie ein SUV als ein Crossover. Die kantigere, präsentere Linienführung trägt ihren Teil dazu bei, wie auch das breit ausgestellte Heck sowie die mit Plastik verstärkten Radkästen.

Wer in dem Crossover-SUV von Kia Platz nehmen darf, wird sich recht schnell wohlfühlen. Denn er bietet sowohl platztechnisch als auch ergonomisch viel Komfort – und ist somit auch langstreckentauglich. Nur etwas mehr Seitenhalt wäre bei Kurveneinfahrten schön. In der zweiten Sitzreihe ist ebenfalls ausreichend Platz vorhanden und das Kofferraumvolumen – wir reden von 475 Liter Stauraum – ist ebenfalls leidlich.

Der Niro EV fährt sich angenehm, ohne seine brachiale E-Keule allzu provokant ausspielen zu müssen. 204 PS für die Vorderräder reichen zum Mitschwimmen absolut aus. Der Sprint bis 100 km/h dauert knapp acht Sekunden, bei 167 Sachen ist auf der Autobahn Schluss.

Um an der Ampel nahezu alle Verbrenner in Sekunden winzig im Rückspiegel erscheinen zu lassen, reicht das völlig. Der Niro liegt darüber hinaus gut auf der Straße und lässt sich dank des 64 Kilowattstunden großen Akkus mit bodennahem Schwerpunkt auch auf Landstraßen wunderbar lenken. Über Schaltwippen hinter dem Lenkrad ist die Rekuperation vierstufig einstellbar, in der höchsten Stufe ist Ein-Pedal-Fahren möglich.

Darüber hinaus ist der Niro EV ein Muster an Effizienz und ein echter Sparmeister. Im Stadtbetrieb sind 14 Kilowattstunden (kW) drinnen, womit er sogar unter dem WLTP-Wert von 16,2 kW liegt. Im Alltag pendelt sich der Verbrauch bei knapp 19 kW ein und als nettes Gimmick verfügt der Niro EV über drei Fahrmodi (Eco, Normal und Sport), die per Taste am Lederlenkrad angewählt werden können.

Die Gänge werden via Drehrad an der Mittelkonsole eingelegt. Beim Rückwärtsfahren bimmelt der Wagen dezent und macht so gegenüber Fußgängern und Radfahrern in der direkten Umgebung auf sich aufmerksam. Zudem zaubert die serienmäßige Heckkamera ein gestochen scharfes Bild auf das 10,25 Zoll große Infotainment-Display, das nahtlos in das volldigitale Kombiinstrument gleicher Größe übergeht.

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