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Honda ZR-V Test: Ab in die Lücke

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Honda baut seine SUV-Flotte aus und füllt die Lücke zwischen dem kleineren HR-V und dem Flaggschiff C-RV. Der neue ZR-V ist rund 4,60 Meter lang und hat wie die Bestseller-Limousine Civic einen besonderen Antrieb.

Das Angebot an Elektroautos wächst von Monat zu Monat. Dennoch ist wegen des Preisniveaus und des immer noch lückenhaften Netzes an Ladesäulen die Mehrheit potenzieller Kunden nach wie vor skeptisch. Für solche Menschen bringt Honda jetzt den ZR-V, einen sogenannten „selbstladenden“ Hybrid. Dem Zeitgeist entsprechend geht es natürlich um ein weiteres SUV, das sich zwischen seine bekannten Stallgefährten HR-V und CR-V schiebt. Dabei ist der ZR-V aber alles andere als ein Lückenfüller.

Vor dem Blick unter die Haube überrascht schon die Silhouette. Durchaus bemerkenswert für ein SUV ist die neue Flachheit und das gen Heck schwungvoll abfallende Dach. Das macht die Grenze zu einem klassischen Kombi oder neumodischen Crossover fließend. Die Bugpartie neigt sich dagegen deutlich nach vorne und ist wie weithin üblich der wuchtigste Teil des Blechkleides. Im Summe ergibt sich ein Design-Paarlauf zwischen Eleganz und Sportlichkeit.

Thema der künftigen Argumente des heimischen Honda-Händlers beim Verkaufsgespräch wird jedoch die Technik sein, auch wenn sie der normale Autofahrer wohl nicht auf Anhieb wird weitererzählen können. Zum einen ist da ein traditioneller Vierzylinder-Zweiliter, der sich aus dem Benzintank bedient. Der Clou liegt in zwei recht kleinen Elektromotoren, die über fast keinen Stromspeicher verfügen, wie er zum Beispiel bei einem echten E-Auto an Bord ist. Nach dem Losfahren kümmert sich der Verbrennungsmotor zunächst ausschließlich um die ständige Versorgung der beiden Elektromotoren. Die wiederum sorgen für den Antrieb der Vorderachse. Die Idee dabei: Da sich der Lademeister nicht wie im normalen Fahrbetrieb mit hohen Drehzahlen abrackern muss, kommt er mit deutlich weniger Sprit als.

Das Zusammenspiel der drei Motoren läuft vollautomatisch, der Fahrer hat nur dann Einfluss, wenn er entweder in den Sportmodus wechselt, oder das rechte Pedal in Richtung Bodenblech stemmt. Nur dann mischt sich der Verbrenner auch in den Antrieb ein – aus dem sanften Teilzeit-Stromer wird ein recht sportliches SUV. Die meiste Zeit aber reicht die Antriebskraft der beiden elektrischen Mini-Motörchen für das Fortkommen. Zum Vergleich: Bei ähnlichen „selbstladenden“ Systemen wie bei Nissan ist der Verbrenner ein reiner Stromspender, bei den inzwischen aus der Mode kommenden schweren Plug-in-Hybriden, die per Steckdose geladen werden, müssen sogar zwei komplette Motoren mitgeschleppt werden.

Insofern ist die Honda-Technik durchaus interessant, arbeitet ja auch bereits in der Limousine Civic, wo das Thema Sportlichkeit naturgemäß mehr gefragt ist. Im ZR-V geht es wegen seiner Rolle als Familienauto und Freizeitbegleiter auch besonders um Wohnlichkeit und Komfort. Die Gestaltung des Passagierabteils erfüllt diese Vorgaben, auch wenn Überraschungen ausbleiben. Gediegene Handwerkskunst wird zum Beispiel durch die Platzierung der Lüftungsdüsen hinter einer Art Wabengitter oder durch die Verwendung geschäumter Materialien für die Bespannung des Cockpits belegt.

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