Honda e Advance 2023 – Optimal für die City

Der Markt der kompakten Stromer für die Ballungszentren wächst kontinuierlich. Schon auf der IAA glänzte der Japaner durch kompakte Außenabmessungen und ein ansprechendes Design. Beim ersten Anblick erscheint er wie der Prototyp eines sportlichen Boliden aus der Zukunft mit einem freundlichen Kühlergrill. Aalglatt erscheint die Karosserie, das wird noch einmal betont durch das Weglassen der Außenspiegel. Der Einsatz von kompakten Kameras ist ein gelungenes Gimmick im Kompaktwagensegment. Wenn man erst mal Platz genommen hat und ihn erfährt, gibt es noch mehr interessante Details.

Mit dem konsequent kompakten Design hat Honda neue Wege beschritten. Die Basis bildet eine neue Plattform, die minimalistisch auf das Stadtauto der Zukunft ausgerichtet ist. Der Akku hat damit auch nicht viel Platz im Auto. Und damit sind dann auch die Reichweiten und Einsatzgebiete festgelegt: Der urbane Cityflitzer zum Pendeln, Einkaufen und für Freizeitaktivitäten im näheren Umfeld. Für andere Zwecke ist er bewusst nicht ausgelegt, aber für diese Disziplinen kompromisslos geeignet.

Dafür erntet er viel Aufmerksamkeit mit einer ansprechenden Formsprache und interessanten Accessoires. Die schmalen Rückspiegelkameras, der verschmitzte Kühlergrill mit den runden Scheinwerfern und die dunklen Kunststoffeinlagen verkörpern eigene Stilelemente. In der von uns getesteten höchsten Ausstattungsstufe Advance gibt es dazu Premiumlackierungen, die mit ansprechenden Felgen kombiniert sind. Dieser Honda versprüht Esprit und Charme auf kleinstem Raum und ist auch noch ein Augenschmaus.

Schicke Accessoires

Auch im Innenraum gibt es ein paar prägende Elemente in diesem Fahrzeugsegment. Dem Farbenspiel im Exterieur wird ein fein gewebter grauer Stoff auf den Sitzen entgegengesetzt. Dazu gibt es ein paar nette Accessoires wie eine Stofftasche für das Smartphone, eine aufgeräumte Tippbedienung für die Automatik oder ein per Ledergriff herausziehbarer Becherhalter. Holzapplikationen am Armaturenbrett und in der Mittelkonsole tragen zu einer Wohlfühlatmosphäre bei. Aufgeräumt wirkt das Band aus aufgereihten Displayanzeigen von den Außenspiegelanzeigen über das Fahrtpanel bis hin zu den beiden Infotainment-Displays. Hier spielt Honda noch mit analogen und digitalen Bedienelementen parallel. Oben angeordnet die digitalen Welten und darunter noch die wichtigsten analogen Schaltelemente wie zum Beispiel für die Klimaanlage.

Die Sitze sind für meinen Geschmack etwas zu weich, aber da es hier ja vorwiegend um die Kurzstrecken geht, ist der plüschige Charakter wie im traditionellen Wohnzimmer wohl bewusst eingesetzt worden. Trotz der kompakten Abmessungen gibt es vorne viel Platzgefühl, die Mittelkonsole fällt dezent aus zwischen den Vordersitzen und zwischen Fahrer und Beifahrer gibt es im Fußraum viel Leerraum. Die Türen zu der Rücksitzbank fallen etwas kleiner aus, hier gibt es noch einmal Platz für bis zu 3 BeifahrerInnen. Dafür fällt der Kofferraum mit 171 Liter Fassungsvermögen relativ kompakt aus, die Ladefläche ist aber ausreichend für die Getränkekisten und den Wocheneinkauf.

Für reichlich Entertainment ist mit der Bildschirmoberfläche gesorgt, sie erstreckt sich in einer gleichmäßigen Höhe über die gesamte Fahrzeugbreite und ist eingerahmt durch die beiden äußeren Außenspiegel-Screens. Fahrer und Beifahrer profitieren von der großzügigen Anordnung. So kann hin- und her geswitcht werden zwischen den Bildschirmen für Fahrer und Beifahrer. Und wie vom Smartphone gewohnt können auch die Apps verschoben werden. Das ist vielseitig und anwenderfreundlich gestaltet. Die Einbindung der gängigen Betriebssysteme für das Smartphone sind via Apple Carplay kabellos und via Android Auto per Kabel realisiert. Wer eine Bildschirmpause einlegen möchte, kann sich Naturmotive einblenden lassen wie zum Beispiel die Kirschblüte oder einen Bambuswald.

Darüber hinaus sind noch zusätzliche Anschlüsse wie HDMI oder eine 230-V-Steckdose, praktisch für Ladefunktionen oder den Anschluss eines Grills, eingebunden. Honda hat viel Detailarbeit investiert in den Stadtstromer und überzeugt mit alltagsrelevanten Lösungen.

Digitale Upgrades zum Aufpreis

Wer den kompakten Honda e gerne mit anderen Nutzern teilen möchte, kann hierfür einen „Honda Digital Key“ für 59 Euro pro Jahr buchen. Mit dem Key lässt sich die Nutzung mit bis zu fünf Personen teilen, das kann für Wohngemeinschaften oder Familien sinnvoll eingesetzt werden.

Viele Hersteller lassen digitale Dienstleistungen mit Sonderfunktionen separat gegen Aufpreis buchen. So ist der „Honda Personal Assistant“ ein erweitertes Tool zur Sprachsteuerung. Der Assistent ist nicht nur auf vordefinierte Phrasen eingestellt, sondern versucht auch die Alltagssprache richtig zu interpretieren. Bei den Navigationszielen kann man auch mit gewöhnlichen Wünschen meisten ans richtige Ziel kommen. Sprachbefehle wie „Ich will zur Ladestation“ werden dann schon entsprechend korrekt gedeutet. Die Kosten betragen 49 Euro pro Nutzungsjahr.

Einige digitale Bonmots sind in der Smartphone-App eingebunden, dazu gehört die Definition einer Safety-Zone als Überwachungsbereich, die Überwachung des Ladefortschritts oder eine eigene Routenplanung.

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