Ford Galaxy 2,5 Duratec FHEV (Hybrid) im Test

Ford strafft sein Programm und sortiert – unter anderem – den Galaxy aus. Für Familien, die schnell zugreifen, ist dieser praktische Van eine sichere Bank

Bis April baut Ford den Galaxy noch, dann ist die einst glorreiche Familyvan-Geschichte um ein Kapitel ärmer. Reichlich schade, finden wir, denn wer ihn fährt und den Platz benötigt, mag danach in kein SUV als Alternative mehr umsteigen. Ebensowenig in eines der Tourneo-Modelle, denen nach wir vor das Transporterflair anhaftet.

Weder ein Diesel noch ein reiner Benziner sorgt mittlerweile für das Vorankommen der Großfamilie – unser Testwagen hat sieben Sitze in drei Reihen –, Hybrid ist das Zauberwort für einen gemäßigten Verbrauch. 6,5 Liter meint das Datenblatt, wir sind mit knapp über 7 Liter über die Runden gekommen. Wen es pressiert, verbrennt als Autobahnshuttle über 8 Liter. Nachdem der vom Elektromotor (98 kW) unterstützte Benziner seine 150 PS aus 2,5 Liter Hubraum schöpft, bleibt einem ein unschönes Aufheulen bei Überholvorgängen erspart. Das Hybridkonzept gefällt hier auch mit dem CVT-Getriebe durchaus.

Volle Hütte unter 60 000 Euro

Als echter Familienfreund macht der Galaxy seine Sache richtig gut: Bequeme Sitze nehmen es mit Langstrecken auf, man findet zahlreiche Ablagen, auch wo sie nicht gleich ins Auge stechen. Die Kids hat man mit einem ausklappbaren Extra-Innenspiegel besonders gut im Blick, die Kleinen genießen wiederum den Ausblick durch das große Panoramadach – das auf Wunsch auch geöffnet werden kann. Steht ein Umzug an, fallen die Einzelsitz-Lehnen der beiden hinteren Reihen elektrisch entriegelt um. Muss nur der Platzbedarf justiert werden, sorgt die manuelle Sitzverschiebung für die nötigen Zentimeter. Muss man wissen: Das Notfallset für Reifenschäden ist in einem Unterflurfach in Reihe 2 versteckt. Immer wieder fein im Alltag: Die Tankklappe ist zugleich der Tankverschluss, lästiges Aufschrauben entfällt.

Dass dieses Modell keine Zukunft mehr hat, merkt man am kleinen Naviscreen mit der antiquiert wirkenden Grafik, dem CD-Spieler – wir hatten viel Spaß, unsere CD-Sammlung abzustauben und hochleben zu lassen – und den vielen Knöpfen im Cockpit.

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