Ford Focus im ADAC Test: Wie sportlich ist der Kölner?

Kaum zu glauben: Den Ford Focus gibt es bereits seit 1998! Damals galt er als Nachfolger des seligen Escort als Revolution – optisch wie technisch. Seit 2018 ist die vierte Generation zu haben, nicht mehr ganz so auffällig wie der erste Focus mit seinen Ecken und Kanten, dadurch aber deutlich mehrheitsfähiger. 2021 gab es mit neuer Front und aufgewertetem Innenraum die jüngste Überarbeitung. Wahrscheinlich die letzte: Ford will sich aus der konventionellen Kompaktklasse perspektivisch zurückziehen.

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Eigentlich schade, denn der Focus ist nach wie vor eine gelungene Alternative in der Kompaktklasse, wie der aktuelle Test des ADAC zeigt.

Für ein Fahrzeug der Kompaktklasse bietet der Focus vorn reichlich Platz. Selbst gut 1,95 Meter große Menschen können sich die Sitze weit genug zurückschieben, die Kopffreiheit würde sogar für 2,10-Meter-Riesen reichen. Breit genug ist der Innenraum vorn ohne Zweifel, wodurch man das Raumangebot als großzügig empfindet.

Auch im Fond kann man grundsätzlich nicht klagen: Sind die Vordersitze für 1,85 Meter große Menschen eingestellt, hätten von der Beinfreiheit her fast zwei Meter große Personen Platz auf den Rücksitzen. Allerdings limitiert die Kopffreiheit auf etwa 1,90 Meter Körpergröße, und auch der Einstieg hinten könnte durch den etwas knappen Türausschnitt im Bereich des Fußraums bequemer ausfallen.

Bis zur Gepäckraumabdeckung fasst der Kofferraum nach ADAC Messung klassenübliche 330 Liter. Entfernt man die Gepäckraumabdeckung, passen bis zum Dach 460 Liter oder alternativ sieben handelsübliche Getränkekisten hinein. Nach dem Umklappen der Rückbank stehen 715 (bis zur Scheibenunterkante) bzw. dachhoch 1290 Liter Ladevolumen zur Verfügung. Also alles durchaus alltagstauglich.

Bedienung über den Touchscreen

Ford hatte die Kritik an der mäßig guten Bedienbarkeit des Vorgängers mit zu vielen sowie zu kleinen Anzeigen und Tasten ernst genommen. Bis zum Facelift saß der Fahrer vor einem klar gegliederten Armaturenbrett mit gut ablesbaren Skalen und selbsterklärendem Touchscreen mit großen Druckflächen. Letzterer thronte über den Lüftungsdüsen, beherbergte das ab der Version Titanium serienmäßige Navi, einen WLAN-Hotspot und die praktische Smartphone-Anbindung Apple CarPlay und Android Auto. Das Multimedia-Angebot ist im Focus bemerkenswert gut.

Seit dem Facelift gibt es 10,7 (Titanium) und 12,3 Zoll große Bildschirme. Über das Display läuft nun auch die Klimabedienung, was zwar einigermaßen intuitiv, aber längst nicht so ablenkungsfrei funktioniert wie über konventionelle Knöpfe. Eine kabellose Ladestation fürs Handy ist ab der Version Titanium X serienmäßig installiert.

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