Dieses Facelift war bitternötig: Polestar 2 spielt in der Mittelklasse vorn mit

Der Polestar 2 (Facelift-Modell von 2023) lässt im Test eine alte Schwäche hinter sich: Gerade Verbrauch und Reichweite enttäuschten bislang beim sonst ansehnlichen, hochwertigen und modernen Schweden. Mit dem Update des Mittelklasse-Elektroautos hat sich das geändert: Er ist einem Tesla Model 3, VW ID.7 oder BMW i4 jetzt ebenbürtig.

Fazit: Na also, Polestar!

Polestar hat für das Facelift des Zweiers genau an den richtigen Stellen Hand angelegt. Im Kern wurde das Design nur vorn aufgefrischt, sodass die Änderungen für Laien kaum ersichtlich sind. Viel wichtiger sind die Änderungen unter der Haube. Die neue Geely-Antriebseinheit mit Heckantrieb übertrifft den früheren Frontantrieb mühelos: Der Polestar 2 ist nicht nur sehr leistungsstark und dynamisch, sondern auch im Alltag ein guter Begleiter. Vor allem der niedrigere Verbrauch gefällt, was sich bei FahrerInnen deutlich im Geldbeutel bemerkbar machen wird.

Zwischen BMW i4, Tesla Model 3, VW ID.7 und Polestar 2 liegen zum Testzeitpunkt insgesamt nur 0,2 Schulnoten Abstand – trotz einiger fehlender Assistenzsysteme. Wer auf die verzichten kann, kann sich jetzt guten Gewissens für den Polestar 2 entscheiden.

Für wen ist der Polestar 2?

Wer in der Mittelklasse eine Elektro-Limousine sucht, der stößt zügig auf den Polestar 2 als interessante Alternative zu etablierten Autos wie dem Tesla Model 3. Der Polestar 2 spricht all jene an, die mit dem Amerikaner nicht ganz so warm werden wollen. Das skandinavische Design, das deutlich konventionellere Cockpit und der unaufgeregte Auftritt entsprechend deutschem Understatement vielleicht ein wenig mehr.

Der Polestar 2 entpuppt sich in der getesteten Variante Long Range Single Motor als die vielleicht beste Wahl. Er ist nicht nur sehr komfortabel und dennoch direkt und agil. Er ist auch überaus sparsam seit seinem Facelift. Mit Dauerläufern wir dem Tesla Model 3 Dual Motor, VW ID.7 Pro und BMW i4 40 kann er mühelos mithalten und beim Ladetempo einige der genannten sogar übertreffen. Für Dienstwagen-FahrerInnen ist er darum eine spannende Wahl. Nur Familien dürften angesichts des begrenzten Platzangebots im Vergleich mit der Konkurrenz an Grenzen stoßen.

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