Christmas Eve (Doppelbock)

Es war mal wieder an der Zeit, ein Bier zu brauen. Mach ich eigentlich viel zu selten. Mach ich wieder öfter! Versprochen!

Diesmal gings halt hauptsächlich darum, die Fehler aus der letzten Brausession auszumerzen, den Grainfather, also die Brauanlage, besser kennen- und vor allem verstehen zu lernen. Ausserdem ist der Plan, von den Bügelflaschen wegzugehen und künftig mit normalen Kronkorken zu verschliessen.

Stammwürze: 13,31 | Bittere: 24,1 IBU | Farbe: 16,8 EBC | Alkohol: 6,5 %

BRAUWASSER

Hauptguss:
20 L

Nachguss:
11 L

Gesamt:
31 L

SCHÜTTUNG

Pilsner Malz:
2.77 kg (41.7%)

Münchner Malz:
1.66 kg (25%)

Carahell:
550 g (8.3%)

Haferflocken:
500 g (8.1%)

Honig (zur Gärung):
1.11 kg (16.7%)

Gesamt:
6.14 kg

MAISCHPLAN:

Einmaischen:
50 °C

1.Rast:
55 °C für 20 min

2.Rast:
62 °C für 20 min

3.Rast:
72 °C für 40 min

4.Rast:
78 °C für 10 min

Abmaischen:

78 °C

WÜRZEKOCHEN:

Würzekochzeit:

90 min

Perle: 16 g, 8,9 % α-Säure , 90 min
Hallertauer Tradition: 16 g, 5,7 % α-Säure , 20 min
Perle: 16 g, 8,9 % α-Säure , 5 min
Hallertauer Tradition: 16 g, 5,7 % α-Säure , 5 min

GÄRUNG UND REIFUNG:

Hefe:
Danstar Nottingham Ale

Zusätzlich in die Gärung / Nachgärung:
500 g Honig
500 g Honig

Gärtemperatur:

17 °C

Gut also die Hauptherausforderung diesmal bestand darin, den Grainfather soweit zu behirnen, dass er sich nicht permanent abstellt und mir die Pampe unten anbrennt. Das hat soweit geklappt. Sowohl maischen als auch kochen funktionierten tadellos. Lediglich die Temperaturschwankungen waren ein Thema. Dank der App kann man aber bequem Heizung an- und ausschalten. Keine Ahnung, ob das so sein soll.

Da der Brauvorgang diesmal wunderbar problemlos geklappt hat, war ich dann auch früher als geplant fertig und hatte noch genügend Zeit um Wohnung (iiiih) und Brauanlage (doppeliiih) gründlich zu reinigen und für den nächsten Sud vorzubereiten, der sicher noch in diesem Monat stattfinden wird.

Am Abend war dann die Würze soweit abgekühlt um die Hefe anstellen zu können und in der früh schon blubberte es wunderbar verführerisch im Gärbottich.

Jetzt warten wir mal die erste Zeit der Gärung ab um nach und nach den Honig beigeben zu können.

Dienstag wars dann soweit. Nachdem ich festgestellt hab, warum die Stammwürze wieder in einem Bereich ist, der eines Bockbiers nicht würdig ist, war die Luft mal wieder einigermassen raus. Gut, war auch mein Fehler. Ich vergess permanent, dass der Grainfather ja eigene Berechnungsmethoden für Hauptguss und Nachguss hat. Ich nehm dann immer die aus dem Rezept und dann wirds wässrig.

Aber vielleicht kittet der Honig ja ein bisschen und macht aus dem „Jausenbier“ zumindest richtiges Bier.

Also 500 g Honig in die Würze rein. Stammwürze neu berechnet und dann warten wir mal. Es blubbert gemütlich vor sich hin. Ich warte nun mal bis Samstag um die zweite Hälfte des Honigs beizugeben und am Wochenende drauf denk ich, können wir abfüllen….

Soda, Freitag wars dann soweit. Die erste Honigzugabe ist wohl vergärt somit also neu mit der Spindel berechnen und nochmals 500 g Honig rein. Der ersten groben Berechnung nach sollte es also doch noch Bier werden. Bock wirds vermutlich keiner mehr, das hab ich verhaut aber zumindest ein süffiges Bier mit ein paar %erl aber warten wir mal ab, was sich bis nächstes Wochenende tut.

Mittlerweile ist einige Zeit vergangen. Das Bier wurde planmässig abgefüllt. Das „Verschlussthema“ Kronkorken hat dermassen super funktioniert, dass ich generell sowohl die Halbliterflaschen als auch die Bügelflaschen austauschen werd und künftig nur noch in 0,3 l abfüllen werde.

Die erste Geschmacksprobe nach drei Wochen war „naja“ Geschuldet dem Umstand, dass das Wasser falsch berechnet wurde und alles irgendwie noch nicht so hinhaute, schmeckte das Bier halt nicht sooo wunderbar. Schaum war hervorragend, Kohlensäure detto aber irgendwie wars fad.

Nach zwei weiteren Wochen lagerung dann die ersten Highlights. Der Honig war im Nachgeschmack zu erkennen aber Burner ist es halt noch immer keiner. Man kanns trinken und ich werds sicherlich noch einmal brauen nur um zu sehen, wie es schmeckt, wenn man alles richtig macht.

So geb ich dem Ganzen halt noch etwas Lagerungszeit und werd mir ab und an mal ein Flascherl öffnen.

6. 1. 21: Das Bier ist nun einige Tage gereift. Der Honig ist klar im Nachgeschmack zu erkennen. Das Bier ist supermalzig. Die Lagerung und der Honig haben die falsche Berechnung nochmal rumgekriegt. Alles gut!

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