Erste Fahrt im Mazda 6e

Mazda lanciert mit dem neuen 6e eine attraktive Elektrolimousine. Das Modell besticht durch elegantes Design, grosszügigen Innenraum und solide Reichweiten sowie faire Preise.

Mazda macht in letzter Zeit vieles richtig. Vor allem beim Design. Modelle wie der MX-30 oder der CX-30 können sich auf der Strasse sehen lassen. Und das Gleiche gilt auch für den jüngsten Wurf, die Elektrolimousine Mazda 6e. Die coupéartige Fliesshecklimousine wirkt optisch leichtfüssig und elegant. Eigentlich mehr Italiener denn Japaner – und ein gelungener Gegenentwurf zu den vielen chinesischen Schnabeltieren.

Mazda bleibt sich zudem treu. Nicht nur bei der Weiterentwicklung des hübschen Designs, sondern auch bei der Vielfalt der Antriebsvarianten – obwohl es den 6e nur mit Heckantrieb gibt. Zur Auswahl stehen der Mazda 6e 245 und 258. Wir fahren den 258er. Dieser leistet, wie die Zahl bereits verrät, 258 PS (190 kW) und kommt mit seinem 68,8-kWh-Akku knapp 479 Kilometer weit. Aufgrund der maximalen DC-Ladeleistung von 165 kW ist der Akku an einem DC-Schnelllader innerhalb von 24 Minuten von zehn auf 80 Prozent gefüllt.

Etwas länger muss man dagegen beim Mazda 6e Long Range 245 warten. Zwar schafft dieser mit seinen 245 PS (180 kW) bis zu 552 Kilometer Reichweite. Allerdings hinkt dieser bei der Ladeleistung hinterher – nur mit unterdurchschnittlichen 90 kW ladet der 245er am DC-Schnelllader. So vergehen lange 47 Minuten, bis der 80-kWh grosse Energiespeicher endlich von 10 auf 80 Prozent geladen ist.

Grosses und modernes Wohnzimmer

Im Innenraum des Mazdas gehts gross zur Sache. Grossflächig verteiltes Nappaleder und ein aufgeräumtes Cockpit mit einem 14,6 Zoll grossen Touchscreen als Infotainment-Kommandozentrale erfreuen Hand und Auge. Das digitale Cockpit misst 10,25 Zoll und wird von einem Head-up-Display ergänzt, das die Anzeigen auf die Windschutzscheibe projiziert – und all das serienmässig! Zudem liefert Mazda unter anderem noch ein Panorama-Glasdach, 19-Zoll-Alufelgen, ein Sony-Soundsystem, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik sowie beheiz- und belüftbare Vordersitze.

Auch auf der Strasse kann der Mazda überzeugen. Das klassische Stahlfahrwerk kommt mit dem Gewicht von 1,9 Tonnen gut zurecht. Der Stromer federt ausgewogen – nicht zu sanft, aber auch nicht zu hart. Der Magen wird jedenfalls zu keinem Zeitpunkt auf die Probe gestellt. Die Fahrleistungen sind dank 258 PS und 320 Nm Drehmoment ausreichend sportlich, so beschleunigt die E-Limousine in 7,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100.

Kleiner Verbrauch, günstige Preise

Auch bei den Fahrmodi beschränken sich die Japaner aufs Wesentliche. Normal, Sport und Individual. Das reicht absolut, zumal die Unterschiede spürbar sind. Auf Sport spricht der Antriebsstrang unmittelbarer auf die Befehle des Gaspedals an und die Rückstellkräfte des Lenkrads sind höher, aber nicht unangenehm. Und: der Heckspoiler bleibt permanent ausgefahren. Da macht der Mazda 6e etwas auf Porsche Taycan. Wir finden allerdings, dass man im Alltag auf Stufe «Normal» ganz gut unterwegs ist.

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