Kia bringt den EV9 GT mit bis zu 374 kW / 508 PS ab dem dritten Quartal 2025 auch nach Deutschland. Der potente Elektro-Kasten soll nicht nur Leistungshungrige, sondern auch Familien begeistern. Wir konnten uns das knapp 2,7 Tonnen schwere SUV schon einmal näher ansehen. Erste Sitzprobe!
Vorstellung & Preise: Der Kia EV9 GT wird ein teurer Spaß
Mit Blick auf den neuen Kia EV9 GT kann man sich fragen, ob es das denn wirklich braucht: ein vollelektrisches SUV mit bis zu sieben Sitzplätzen, das über einen Front- und einen Heckmotor bis zu 374 kW / 508 PS auf den Asphalt stemmt und in 4,6 Sekunden auf Tempo 100 eilt. Auf der anderen Seite stellt sich die Sinnfrage nicht, wenn es Kunden gibt, die bereit sind, dafür zu bezahlen.
Noch wartet man bei Kia ab und will die Preise nicht final kommunizieren. Doch besonders mit Blick auf den wichtigen deutschen Markt wird uns der 8-Punkte-Elektro-Plan der künftigen Bundesregierung einen Ausblick darauf geben, wie viel der EV9 GT kosten könnte. Denn E-Autos für Dienstwagenberechtigte sollen künftig bis zu einem Listenpreis von 100.000 Euro von der sogenannten 0,25-Prozent-Regelung profitieren – der 508-PS-Stromer dürfte einige Tausend Euro darunterliegen.
Laden, Reichweite & Fahrdynamik: Endlich adaptive Dämpfer
Was nach viel Geld klingt, ist es auch. Doch im Vergleich zu den großen Stromern aus München, Stuttgart und nicht mehr aus Ingolstadt (da der Q8 e-tron samt Brüsseler-Werk eingestellt wurde), wirkt das 5,02 Meter lange SUV mit seiner sportwagenähnlichen Leistung und vielen Sitzplätzen beinahe schon wie ein fairer Deal. Dank des bekannten 100-kWh-Akkus sollen zudem Reichweiten von bis zu 450 Kilometer möglich sein; Ladevorgänge gelingen über ein 800-Volt-System laut Herstellerangaben von 10 auf 80 Prozent in knapp 24 Minuten.
Da mögen einige chinesische Unternehmen mittlerweile deutlich weiter sein, aber hierzulande ist man damit noch ziemlich konkurrenzfähig. Das traf beim EV9 nicht unbedingt auf das Fahrwerk zu, das bisher ohne Verstellfunktion auskommen musste. Auch daran haben die Verantwortlichen gearbeitet und stellen der GT-Variante endlich adaptive Dämpfer zur Seite, die darüber hinaus an ein vorausblickendes Kamerasystem gekoppelt sind. Letzteres soll das Fahrwerk in Echtzeit auf die Straßenbeschaffenheit einstellen. Die Technik ist für die Koreaner nicht neu – schließlich kann man unter dem Konzerndach von Hyundai auch auf die Erfahrungen der Oberklasse-Marke Genesis (z. B. des G90 Limousine) zurückgreifen.




